Impuls für eine persönliche Hausandacht                 

 

 

      Eine Andacht zum 9. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause        

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 9. Sonntag nach Trinitatis

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt.

Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein – wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, und der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft. Nur wer etwas riskiert, sich ganz auf das Wagnis mir Jesus Christus ausrichtet, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, der wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.1

 

Wochenvers:

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. (Lukas 12,48)

 

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 117):

1. Schönster Herr Jesu, / Herrscher aller Enden, / Gottes und Marien Sohn: / Dich will ich lieben, / dich will ich ehren, / du meiner Seele Freud und Kron.

2. Schön sind die Felder, / schöner sind die Wälder / in der schönen Frühlingszeit; / Jesus ist schöner, / Jesus ist reiner, / der unser traurig Herz erfreut.

3. Schön leucht' die Sonne, / schöner leucht' der Monde / und die Sternlein allzumal; / Jesus leucht' schöner, / Jesus leucht' reiner / als alle Engl im Himmelssaal.

4. Schön sind die Blumen, / schöner sind die Menschen / in der frischen Jugendzeit; / sie müssen sterben, / müssen verderben, / doch Jesus lebt in Ewigkeit.

5. Alle die Schönheit / Himmels und der Erden / ist verfasst in dir allein. / Nichts soll mir werden / lieber auf Erden / als du, der schönste Jesus mein.

T: Münster 1677 (Str. 1.3-5); bei Heinrich August Hoffmann von Fallersleben 1842 (Str. 2)

M: Schlesische Volksweise 19. Jh. / bei Heinrich August Hoffmann von Fallersleben 1842

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Gott, du bist mein Gott, den ich suche.

Es dürstet meine Seele nach dir,

mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land,

wo kein Wasser ist.

So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum,

wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.

Denn deine Güte ist besser als Leben;

meine Lippen preisen dich.

So will ich dich loben mein Leben lang

und meine Hände in deinem Namen aufheben.

Das ist meines Herzens Freude und Wonne,

wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;

wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich,

wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.

Denn du bist mein Helfer,

und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.

Meine Seele hängt an dir;

deine rechte Hand hält mich.

Psalm 63,2-9

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

 

Matthäus 7,24-27

24 »Darum gleicht jeder, der meine Worte hört und danach handelt, einem klugen Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baut. 25 Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wassermassen heran fluten und wenn der Sturm tobt und mit voller Wucht über das Haus hereinbricht, stürzt es nicht ein; es ist auf felsigen Grund gebaut. 26 Jeder aber, der meine Worte hört und nicht danach handelt, gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf sandigen Boden baut. 27 Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wasser-massen heran fluten und wenn der Sturm tobt und mit voller Wucht über das Haus hereinbricht, stürzt es ein und wird völlig zerstört.«

28 Als Jesus seine Rede beendet hatte, war die Menge von seiner Lehre tief beeindruckt,

29 denn er lehrte sie nicht wie ihre Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht.

(Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

          Eine Andacht zum 8. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause            

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 8. Sonntag nach Trinitatis

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung. So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Als reich Beschenkte werden sie ihren Besitz teilen – und wenn es noch so wenig ist. Von Gottes Licht berührt werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten.1

 

Wochenvers:

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit." (Epheser 5,8b.9)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 128):

1. Christus, das Licht der Welt: / welch ein Grund zur Freude! / In unser Dunkel kam er als ein Bruder. / Wer ihm begegnet, der sieht auch den Vater. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

2. Christus, das Heil der Welt: / welch ein Grund zur Freude! / Von uns verraten, starb er ganz verlassen. / Doch er vergab uns und wir sind die Seinen. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

3. Christus, der Herr der Welt: / welch ein Grund zur Freude! / Weil er uns lieb hat, lieben wir einander. / Er schenkt Gemeinschaft zwischen Gott und Menschen. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

4. Gebt alle Ehre Gott! / Hier ist Grund zur Freude. / Freut euch am Vater! Freuet euch am Sohne! / Freut euch im Geiste, denn wir sind gerettet. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

T: Fred Pratt Green (England) 1968 ("Christ is the world's light")

Dt: Friedrich Karl Barth, Sabine Leonhardt, Otmar Schulz 1972

M: Paris 1681

  • Ich lese den Wochenpsalm

Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge.

Wie wir's gehört haben, so sehen wir's an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich.

Gott, wir gedenken deiner Güte in deinem Tempel.

Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.

Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um deiner Rechte willen.

Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme;

habt gut acht auf seine Mauern, / durchwandert seine Paläste, dass ihr den Nachkommen davon erzählt:

Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist's, der uns führet.

Psalm 48,2.9-15

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Korinther 6, 9-14.19-20

9 Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder

10 noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. 11 Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

Der Leib als Tempel des Heiligen Geistes 12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich. 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichtemachen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.(…)

19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

(Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

            Eine Andacht zum 7. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause          

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 7. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt, davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet. Essen und Trinken, Feiern und Teilen sowie große Gastfreundschaft gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch.1

 

Wochenvers:

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Ephese 2, 19)

 

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 567):

1. Damit aus Fremden Freunde werden, / kommst du als Mensch in unsre Zeit. / Du gehst den Weg durch Leid und Armut, / damit die Botschaft uns erreicht.

2. Damit aus Fremden Freunde werden, / gehst du als Bruder durch das Land, / begegnest uns in allen Rassen / und machst die Menschlichkeit bekannt.

3. Damit aus Fremden Freunde werden, / lebst du die Liebe bis zum Tod. / Du zeigst den neuen Weg des Friedens; / das sei uns Auftrag und Gebot.

4. Damit aus Fremden Freunde werden, / schenkst du uns Lebensglück und Brot. / Du willst damit den Menschen helfen, / retten aus aller Hungersnot.

5. Damit aus Fremden Freunde werden, / vertraust du uns die Schöpfung an. / Du formst den Menschen dir zum Bilde, / mit dir er sie bewahren kann.

6. Damit aus Fremden Freunde werden, / gibst du uns deinen Heilgen Geist, / der, trotz der vielen Völker Grenzen, / den Weg zur Einigkeit uns weist.

T und M: Rolf Schweizer 1982

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

So sollen sagen, die erlöst sind durch den HERRN, die er aus der Not erlöst hat,

die er aus den Ländern zusammengebracht hat von Osten und Westen, von Norden und Süden.

Die irregingen in der Wüste, auf ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten, die hungrig und durstig waren und deren Seele verschmachtete,

die dann zum HERRN riefen in ihrer Not und er errettete sie aus ihren Ängsten

und führte sie den richtigen Weg, dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten:

Die sollen dem HERRN danken für seine Güte / und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,

dass er sättigt die durstige Seele und die Hungrigen füllt mit Gutem.

Psalm 107,1-9

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

 

1. Könige 17, 1-16

1 Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. 2 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 3 Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. 4 Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen. 5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. 6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach. 7 Und es geschah nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande.

8 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 9 Mach dich auf und geh nach Sarepta, das zu Sidon gehört, und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich versorge. 10 Und er machte sich auf und ging nach Sarepta. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke! 11 Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit! 12 Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Ich habe nichts Gebackenes, nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich habe ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will's mir und meinem Sohn zubereiten, dass wir essen – und sterben.

13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach's, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen. 14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden. 15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag. 16 Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Elia. (Lutherbibel 2017

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

         Eine Andacht zum 6. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause             

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 6. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe.

Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen, und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht: Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“1

 

Wochenvers:

So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43,1)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 518):

1. Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee, / und dass du atmest, kein Entschluss von dir. / Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee, / und dass du atmest, sein Geschenk an dich./ (Refrain:) Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, / keine Laune der Natur, / ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. / Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. / Du bist du, / das ist der Clou. / Ja der Clou, / ja, das bist du.

2. Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du / und niemand lächelt so, wie du's grad tust. / Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du / und niemand hat je, was du weißt, gewusst./ (Refrain: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls..)

3. Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt / und solche Augen hast alleine du. / Vergiss es nie: Du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld, / denn du kannst leben. Niemand lebt wie du./ (Refrain: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls..)

T und M: Paul Janz ("I got you") // Dt: Jürgen Werth

  • Ich lese den Wochenpsalm

Herr, du erforschest mich und kennest mich.

Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.

Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüsstest.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.

Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?

Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.

Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,

so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –,

so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.

Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin;

wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde,

als ich gebildet wurde unten in der Erde.

Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war,

und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß!

Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Am Ende bin ich noch immer bei dir.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.

Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Psalm 139,1-18.23-2

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Matthäus 28, 16-20

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

           Eine Andacht zum 5. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause          

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 5. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Kommt und seht!“ Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird, – sie alle sind ganz normale Menschen. Aber sie sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint. Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.1

 

Wochenvers:

Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. (Epheser 2,8)

 

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 448):

1. Gott ist bei uns und wir sind sein Eigen. / Alle Welt werde vor ihm still; / vor seiner Wahrheit soll sie sich neigen / und darauf hören, was er will.

2. Gott ist bei uns und wir sind sein Eigen. / Alle Welt werde vor ihm still; / seine Gerechtigkeit wird sich zeigen / um uns zu geben, was er will.

3. Gott ist bei uns und wir sind sein Eigen. / Alle Welt werde vor ihm still, / auch unsre Zwietracht soll vor ihm schweigen, / damit wir hören, was er will.

T: Gerhard Valentin 1963 // M: Rolf Schweizer 1965

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind.

Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.

Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, als ich sah, dass es den Gottlosen so gut ging.

Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das soll gelten auf Erden.

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,

du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.

Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.

Psalm 73,1-3.9.23-26.28

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.


1. Korinther 1, 18-25

18 Mit der Botschaft vom Kreuz ist es nämlich so: In den Augen derer, die verloren gehen, ist sie etwas völlig Unsinniges; für uns aber, die wir gerettet werden, ist sie der Inbegriff von Gottes Kraft. 19 Nicht umsonst heißt es in der Schrift: »Die Klugen werde ich an ihrer Klugheit scheitern lassen; die Weisheit derer, die als weise gelten, werde ich zunichte machen.«

20 Wie steht es denn mit ihnen, den Klugen, den Gebildeten, den Vordenkern unserer Welt? Hat Gott die Klugheit dieser Welt nicht als Torheit entlarvt? 21 Denn obwohl sich seine Weisheit in der ganzen Schöpfung zeigt, hat ihn die Welt mit ihrer Weisheit nicht erkannt. Deshalb hat er beschlossen, eine scheinbar unsinnige Botschaft verkünden zu lassen, um die zu retten, die daran glauben.

22 Die Juden wollen Wunder sehen, die Griechen fordern kluge Argumente.

23 Wir jedoch verkünden Christus, den gekreuzigten Messias. Für die Juden ist diese Botschaft eine Gotteslästerung und für die anderen Völker völliger Unsinn. 24 Für die hingegen, die Gott berufen hat, Juden wie Nichtjuden, erweist sich Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

25 Denn hinter dem scheinbar so widersinnigen Handeln Gottes steht eine Weisheit, die alle menschliche Weisheit übertrifft; Gottes vermeintliche Ohnmacht stellt alle menschliche Stärke in den Schatten. (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

       Eine Andacht  zum 4. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause              

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.
  • Ich mache mir die Bedeutung des 4. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Wir „wissen“ meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. „Vorsicht vor solchen Urteilen!“, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben – wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben, und David, der Saul, der ihn töten will, verschont. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“, sagt Paulus.1

 

Wochenvers:

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galater 6,2)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 557):

1. Wir wolln uns gerne wagen, / in unsern Tagen / der Ruhe abzusagen, / die's Tun vergisst. / Wir wolln nach Arbeit fragen, / wo welche ist, / nicht an dem Amt verzagen, / uns fröhlich plagen / und unsre Steine tragen / aufs Baugerüst.

2. Die Liebe wird uns leiten, / den Weg bereiten / und mit den Augen deuten / auf mancherlei: / ob's etwa Zeit zu streiten, / ob's Rasttag sei. / Sie wird in diesen Zeiten / uns zubereiten / für unsre Seligkeiten; / nur treu, nur treu!

3. Wir sind in ihm zufrieden; / was uns hienieden / als Last von ihm beschieden, / hat sein Gewicht; / doch ist das Joch für jeden / drauf eingericht'. / Drum mag der Leib ermüden: / Wir gehn im Frieden / von Jesus ungeschieden / und sterben nicht.

T: Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1733 (Str. 2+3); 1736 (Str. 1) // M: Gustav Pezold 1911

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst:

wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern. Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Am Tage sendet der Herr seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.

Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen?

Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget?

Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, wenn mich meine Feinde schmähen

und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Psalm 42,2-6.9-12

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Mose 50, 12-21


15 Die Brüder Josefs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Josef könnte uns gram sein und uns alle Bosheit vergelten, die wir an ihm getan haben. 16 Darum ließen sie ihm sagen: „Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach: 17 So sollt ihr zu Josef sagen: Vergib doch deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde, dass sie so übel an dir getan haben. Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters!“

Aber Josef weinte, als man ihm solches sagte. 18 Und seine Brüder gingen selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: „Siehe, wir sind deine Knechte.“

19 Josef aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt? 20 Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk. 21 So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen.“ Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen. (Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

           Eine Andacht zum 3. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause           

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

 

  • Ich mache mir die Bedeutung des 3. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich – das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: das Schaf, das auf Abwege gerät, der Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält, die Menschen der Stadt Ninive. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wiedergefundenen Sohn. Und er verschont die Stadt, deren Untergang er beschlossen hat, weil sie ihre Taten bereut. Eindringlich klingt die Mahnung der Propheten: „Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.“1


Wochenvers:

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

(Lukas 19,10)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 586):

1. Wo Menschen sich vergessen, / die Wege verlassen / und neu beginnen, ganz neu,/

|: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns. :|

2. Wo Menschen sich verschenken, / die Liebe bedenken / und neu beginnen, ganz neu,/

|: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns. :|

3. Wo Menschen sich verbünden, / den Hass überwinden / und neu beginnen, ganz neu,/

|: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns. :|

T: Thomas Laubach 1989 // M: Christoph Lehmann 1989

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,

der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.

Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.

So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.

Lobe den Herrn, meine Seele!

Psalm 103,1-4.8.10-13.22b

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Lukas 15, 1-10

1 Jesus war ständig umgeben von Zolleinnehmern und anderen Leuten, die als Sünder galten; sie wollten ihn alle hören. 2 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten waren darüber empört. »Dieser Mensch gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen!«, sagten sie. 3 Da erzählte ihnen Jesus folgendes Gleichnis:

4 »Angenommen, einer von euch hat hundert Schafe, und eins davon geht ihm verloren. Lässt er da nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern 6 und trägt es nach Hause. Dann ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir! Ich habe das Schaf wiedergefunden, das mir verloren gegangen war.‹

7 Ich sage euch: Genauso wird im Himmel mehr Freude sein über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.«

8 »Oder wie ist es, wenn eine Frau zehn Silbermünzen hat und eine davon verliert? Zündet sie da nicht eine Lampe an, kehrt das ganze Haus und sucht in allen Ecken, bis sie die Münze gefunden hat? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: ›Freut euch mit mir! Ich habe die Münze wiedergefunden, die ich verloren hatte.‹

10 Ich sage euch: Genauso freuen sich die Engel Gottes über einen einzigen Sünder, der umkehrt.« (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

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        Eine Andacht zum 2. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause              

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.
  • Ich mache mir die Bedeutung des 2. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen in eine bunt gemischte, wachsende Gemeinschaft, in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht. Christentum ist kein exklusiver Club – Gott sei Dank! 1

 

Wochenvers:

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken." (Matthäus 11,28)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 409):

1. In Christus ist nicht Ost noch West, / in ihm nicht Süd noch Nord. / Er schenkt Gemeinschaft durch sein Mahl / und ruft uns durch sein Wort.

2. Woher wir stammen, fragt er nicht. / Er lädt zu Brot und Wein, / bringt alle uns an seinen Tisch, / lässt uns dort eines sein.

3. Ob fromm, ob Sünder gilt hier nicht, / auch nicht, ob Frau, ob Mann; / Gott stellt Versklavte Freien gleich, / nimmt sie als Erben an.

4. In Christus trifft sich Ost und West; / er eint auch Süd und Nord, / schafft selbst die gute, neue Welt / und spricht das letzte Wort.

T: John Oxenham (England) 1908 (Str. 1.2.4); Laurence Hull Stookey (USA) 1987 (Str. 3) ("In Christ there is no East or West") // Dt: Hartmut Handt 1986 (Str. 1+2); Jörg Herrmann 2001 (Str. 3); Samuel Rothenberg 1971 (Str. 4)

M: London 1708 (William Croft?)

  • Ich lese den Wochenpsalm

Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie die große Tiefe.

Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!

Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,

und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Breite deine Güte über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen.

Psalm 36,6-11

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Korintherbrief 14, 1-12

1 Das soll also euer Ziel sein: ein Leben, das von der Liebe bestimmt wird. Bemüht euch aber auch um die Fähigkeiten, die uns durch Gottes Geist gegeben werden, und wenn ich das sage, denke ich vor allem an die Gabe des prophetischen Redens. 2 Wenn jemand in einer von Gott eingegebenen Sprache redet, richten sich seine Worte nicht an Menschen, sondern an Gott. Keiner versteht ihn; was er – durch Gottes Geist gewirkt – ausspricht, bleibt ein Geheimnis.

3 Wenn jemand hingegen eine prophetische Botschaft verkündet, richten sich seine Worte an die Menschen; was er sagt, bringt ihnen Hilfe, Ermutigung und Trost. 4 Wer in einer von Gott eingegebenen Sprache redet, bringt damit sich selbst im Glauben weiter; wer prophetisch redet, dient der ganzen Gemeinde. 5 Ich wünschte, ihr alle könntet in Sprachen reden, die von Gott eingegeben sind; aber noch lieber wäre es mir, ihr alle hättet die Gabe, prophetisch zu reden. Denn wer prophetisch redet, ist von größerem Nutzen für die Gemeinde als der, der in einer von Gott eingegebenen Sprache redet, es sei denn, dieser gibt das Gesagte anschließend mit verständlichen Worten wieder; dann ist auch sein Beitrag eine Hilfe für die Gemeinde.

6 Stellt euch vor, Geschwister, ich würde bei meinem nächsten Besuch ´nur` in Sprachen zu euch reden, die von Gott eingegeben sind! Was hättet ihr davon? Nützen wird euch mein Kommen erst dann etwas, wenn ich mit verständlichen Worten zu euch spreche – zum Beispiel, indem ich eine Offenbarung, eine Erkenntnis, eine prophetische Botschaft oder eine Lehre weitergebe.

7 Denkt zum Vergleich an ein Musikinstrument, eine Flöte etwa oder eine Harfe. Wenn die Töne, die damit hervorgebracht werden, sich nicht deutlich voneinander unterscheiden, wie soll man dann erkennen, was auf der Flöte oder der Harfe gespielt wird? 8 Oder – um ein anderes Beispiel zu nennen – : Wenn vor einer Schlacht die Trompete nicht ein klares Signal gibt, wer wird sich dann zum Kampf bereitmachen? 9 Genauso ist es nun auch, wenn ihr in einer von Gott eingegebenen Sprache redet, statt verständliche Worte zu gebrauchen. Wie soll man da wissen, was ihr sagt? Eure Worte verhallen im Wind. 10 Es gibt in der Welt eine Vielzahl verschiedener Sprachen, und jede ist dazu da, dass Menschen sich verständigen können. 11 Wenn ich allerdings die Sprache, in der jemand mit mir redet, nicht verstehe, bleibe ich für ihn ein Fremder, und er bleibt es für mich. 12 Was folgt daraus im Hinblick auf euch? Ich weiß, wie eifrig ihr euch um die Gaben bemüht, die uns durch Gottes Geist gegeben werden. Aber dabei muss es euer Ziel sein, vor allem die Gaben zu bekommen, die eine Hilfe für die ganze Gemeinde sind.

(Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

        Eine Andacht zum 1. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause               

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 1. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält und nach Gottes Willen fragt. Wer dem aufmerksam folgt – und vor Schwierigkeiten nicht flieht wie Jona –, der geht den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.1

 

Wochenvers:

Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lukas 10,16a)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 335):

1. Freue dich und glaube fest, / dass der Herr dich nie verlässt, / wenn du ganz sein Eigen. / Lass die Sorgen, lass die Not! / Alles sieht vor dir schon Gott; / er wird Hilfe zeigen.

2. Bleib nicht bei den Zweifeln stehn! / Gott will mit dir weitergehn, / wird dich sicher führen. / Sieh, die Arbeit steht bereit, / jetzt noch ist die rechte Zeit. / Willst du sie verlieren?

3. Wer zurückschaut, wer viel fragt, / wird bald mutlos und verzagt, / bleibt am Wege liegen. / Leg dich nur in Gottes Hand, / er gibt Freude, Mut, Verstand; / mit ihm wirst du siegen.

T: Jever 1957 // M: Herbert Beuerle 1957

  • Ich lese den Wochenpsalm

Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass es die Elenden hören und sich freuen.

Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

Als einer im Elend rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten.

Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

Psalm 34,2-9

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jona 1

1 Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais: 2 Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen. 3 Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weit weg vom HERRN. 4 Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen. 5 Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrien, ein jeder zu seinem Gott, und warfen die Ladung, die im Schiff war, ins Meer, dass es leichter würde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief. 6 Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schläfst du? Steh auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht wird dieser Gott an uns gedenken, dass wir nicht verderben. 7 Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um wessentwillen es uns so übel geht. Und als sie losten, traf's Jona. 8 Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, um wessentwillen es uns so übel geht? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du? 9 Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat. 10 Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Was hast du da getan? Denn sie wussten, dass er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt. 11 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass das Meer stille werde und von uns ablasse? Denn das Meer ging immer ungestümer. 12 Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich weiß, dass um meinetwillen dies große Ungewitter über euch gekommen ist. 13 Doch die Leute ruderten, dass sie wieder ans Land kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer ging immer ungestümer gegen sie an. 14 Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, tust, wie dir's gefällt. 15 Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten. 16 Und die Leute fürchteten den HERRN sehr und brachten dem HERRN Opfer dar und taten Gelübde. (Luther 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

 

                    Eine Andacht zu Trinitatis für Zuhause                                  

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung vom Sonntag Trinitatis

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes – einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn kommt er allen Menschen zum Heil. Schließlich bezieht Gott in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit. 1

 

Wochenvers:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. (2. Kor 13,13)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 25):

1. Dir, Gott, sei die Ehre und dir, Gott, die Macht / heute und für immer. Amen, amen.

2. Dir, Gott, sei die Herrschaft und dir, Gott, der Ruhm / heute und für immer. Amen, amen.

3. Du bist meine Zuflucht, dich bete ich an, / Liebe ohne Ende. Amen, amen.

4. Ehre in der Höhe und in aller Welt / heute und für immer. Amen, amen.

T: Aus Lateinamerika // Dt: Hartmut Handt 1997 // S: Carlton R. Young 1996

  • Ich lese den Wochenpsalm

Halleluja! Lobet, ihr Knechte des Herrn, lobet den Namen des Herrn!

Gelobt sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit!

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn!

Der Herr ist hoch über alle Völker; seine Herrlichkeit reicht, so weit der Himmel ist.

Wer ist wie der Herr, unser Gott, im Himmel und auf Erden?

Der oben thront in der Höhe, der herniederschaut in die Tiefe,

der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Schmutz,

dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes;

der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt, dass sie eine fröhliche Kindermutter wird.

Halleluja!

Psalm 113,1-9

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Johannes 3, 1-13

1 Einer der führenden Männer des jüdischen Volkes, ein Pharisäer namens Nikodemus,

2 suchte Jesus einmal bei Nacht auf. »Rabbi«, sagte er zu ihm, »wir wissen, dass du ein Lehrer bist, den Gott gesandt hat. Denn niemand kann solche Wunder tun wie du, wenn Gott nicht mit ihm ist.«

3 Jesus entgegnete: »Ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.« –

4 »Wie kann ein Mensch, wenn er alt geworden ist, noch einmal geboren werden?«, wandte Nikodemus ein. »Er kann doch nicht in den Leib seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal auf die Welt kommen!«

5 Jesus erwiderte: »Ich sage dir eins: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht ins Reich Gottes hineinkommen.

6 Natürliches Leben bringt natürliches Leben hervor; geistliches Leben wird aus dem Geist geboren. 7 Darum sei nicht erstaunt, wenn ich dir sage: Ihr müsst von neuem geboren werden.

8 Der Wind weht, wo er will. Du hörst zwar sein Rauschen, aber woher er kommt und wohin er geht, weißt du nicht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.«

9 »Aber wie kann das geschehen?«, fragte Nikodemus.

10 »Du als Lehrer Israels weißt das nicht?«, entgegnete Jesus.

11 »Ich will dir etwas sagen: Wir reden von Dingen, die wir kennen; das, was wir bezeugen, haben wir gesehen. Wir bezeugen es, aber ihr nehmt es nicht an. 12 Und da ihr mir nicht einmal glaubt, wenn ich über die irdischen Dinge zu euch rede, wie werdet ihr mir dann glauben können, wenn ich über die himmlischen Dinge zu euch rede? 13 Es ist noch nie jemand in den Himmel hinaufgestiegen; der Einzige, der dort war, ist der, der aus dem Himmel herabgekommen ist – der Menschensohn. …« (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

 

 

                   Eine Andacht zu Pfingsten für Zuhause                                  

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung von Pfingsten

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren.

Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit. Ein Geist, der aus dem Tod ins Leben ruft.1

 

Wochenvers:

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. (Sacharja 4,6b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 253):

1. O komm, du Geist der Wahrheit, / und kehre bei uns ein, / verbreite Licht und Klarheit, / verbanne Trug und Schein! / Gieß aus dein heilig Feuer, / rühr Herz und Lippen an, / dass jeglicher getreuer / den Herrn bekennen kann.

2. O du, den unser größter / Regent uns zugesagt: / Komm zu uns, werter Tröster, / und mach uns unverzagt! / Gib uns in dieser schlaffen / und glaubensarmen Zeit / die scharf geschliffnen Waffen / der ersten Christenheit!

3. Unglaub und Torheit brüsten / sich frecher jetzt als je; / darum musst du uns rüsten / mit Waffen aus der Höh. / Du musst uns Kraft verleihen, / Geduld und Glaubenstreu, / und musst uns ganz befreien / von aller Menschenscheu.

4. Es gilt ein frei Geständnis / in dieser unsrer Zeit, / ein offenes Bekenntnis / bei allem Widerstreit, / trotz aller Feinde Toben, / trotz allem Heidentum / zu preisen und zu loben / das Evangelium.

5. Du Heilger Geist, bereite / ein Pfingstfest nah und fern; / mit deiner Kraft begleite / das Zeugnis von dem Herrn! / O öffne du die Herzen / der Welt und uns den Mund, / dass wir in Freud und Schmerzen / das Heil ihr machen kund.

T: Karl Johann Philipp Spitta 1827 // M: 15. Jh. / geistlich Böhmische Brüder 1544 / Johann Crüger 1662 / Berlin 1932

  • Ich lese den Wochenpsalm

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Der Herr ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Die Rechte des Herrn ist erhöht; die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen.

Der Herr züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis.

Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.

Das ist das Tor des Herrn; die Gerechten werden dort einziehen.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.

Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.

Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

O Herr, hilf! O Herr, lass wohlgelingen!

Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seid.

Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!

Du bist mein Gott und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Psalm 118,1.14-29

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 259):

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes, des Heiligen Geistes empfangen / und werdet meine Zeugen sein, / und werdet meine Zeugen sein, / meine Zeugen, meine Zeugen sein.“

T: Apostelgeschichte 1,8 / M: Paul Ernst Ruppel 1963 / S: Paul Ernst Ruppel 1963/1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Mose 11, 1-9: Der Turmbau zu Babel

 

1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. 2 Als sie nun von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. 3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel 4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde. 5 Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. 6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. 7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! 8 So zerstreute sie der HERR von dort über die ganze Erde, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen. 9 Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Welt Sprache und sie von dort zerstreut hat über die ganze Erde. (Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

               Eine Andacht zum Sonntag Rogate für Zuhause                        

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Rogate

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der Sonntag Rogate ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: das stürmische und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, die Bitte um Vergebung, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Wer in seinem Namen bittet, so verspricht Jesus, der stößt bei Gott nicht auf taube Ohren. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen Gebete umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.1

 

Wochenvers:

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

(Psalm 66,20)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 342):

1. Gott, ich suche dich, / darum bitte ich jetzt: / Vater, halte mich fest und bleibe immer bei mir!

2. Mir verheißt dein Wort: / Du verlässt niemals die, / die dich suchen und bitten: „Bleibe immer bei mir!“

3. Du bleibst mir nicht fern, / wenn mein Herz nach dir sucht; / du versorgst mich mit Gutem und bleibst immer bei mir.

4. Gott, ich suche dich, / darum bitte ich jetzt: / Vater, halte mich fest und bleibe immer bei mir!

T: Anna-Mari Kaskinen (Finnland) 1987 ("Pidä minusta kiinni") // Dt: Jürgen Hauskeller 1988 (Str. 1+4); Wuppertal 1996 (Str. 2+3) // M: Jaakko Löytty (Finnland) 1988 / Horst Krüger 1995

  • Ich lese den Wochenpsalm

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,und der dich behütet, schläft nicht.

Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.

Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Psalm 121,1-8

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 361d):

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht´ mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jesus Sirach, 35, 16-22:

16 Gott ist nicht voreingenommen für die Reichen, und wenn einem Armen Unrecht geschehen ist, hört er auf sein Gebet. 17 Niemals überhört er den Hilferuf der Waisen oder die Klage einer Witwe. 18 Er sieht die Tränen, die über ihre Wangen laufen, 19 und hört ihren Schrei, ihre Anklage gegen den, der die Tränen verursacht hat. 20 Wer dem Herrn so dient, wie es vor ihm recht ist, wird angenommen und seine Bitten erreichen den Himmel. 21 Das Gebet der Armen, die nur noch von Gott etwas erwarten, durchdringt die Wolken. Es gibt sich erst zufrieden, wenn es sein Ziel erreicht hat. Es gibt keine Ruhe, bis Gott, der Höchste, eingreift 22 und den Seinen Recht verschafft. Der Herr lässt nicht auf sich warten. Er hat nicht lange Geduld mit den Verbrechern; für ihre Grausamkeit wird er ihnen die Knochen zerschmettern. (Gute Nachricht Bibel)

 

Anmerkungen zum Text:

Vor Gott sind alle Menschen gleich wichtig und wertvoll. Aber unter uns Menschen gibt es Armut, Unterdrückung, Benachteiligung. Das Gebet dieser Menschen ist Gott besonders wichtig und er greift ein, sendet Hilfe, um die Armut, Unterdrückung und Benachteiligung abzuwenden. (Pastor Frank Aichele)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

 

              Eine Andacht zum Sonntag Kantate für Zuhause

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Kantate

im kirchlichen Jahreskreis bewusst :

Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Geschöpfe Gottes, das besänftigende Harfenspiel und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt – sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Dort, wo sein Name so besungen wird, dort ist Gott ganz nah. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.1

 

.....  und lese den Wochenvers

            Wochenvers:

 

Singt dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. (Psalm 98,1)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 1):

1. Mein Mund besinge tausendfach / den Ruhm des Herrn der Welt, / der meiner Sünde Joch zerbrach, / sich gab zum Lösegeld.

2. O Gott, mein König und mein Herr, / hilf, dass dich preist mein Wort / und nichts als deines Namens Ehr / sucht stets an jedem Ort.

3. Dein Name, Jesus, heilt den Schmerz, / macht aus dem Leid ein Lied, / dringt Sündern wie Musik ins Herz, / ist Leben, Heil und Fried.

4. Er bricht ins Reich der Sünde ein, / setzt die Gefangnen frei, / sein Blut macht uns von Sünden rein, / die Knechtschaft ist vorbei.

5. Er spricht; und neues Leben schenkt / er dem, der an ihn glaubt. / Es jubelt, wen die Welt gekränkt, / der Arme hebt sein Haupt.

6. Ihr Tauben, hört ihn! Stumme, singt! / Ihr seid zum Lob befreit. / Seht, Blinde, den, der Heil euch bringt! / Ihr Lahmen, springt vor Freud!

7. Dich lobt in alle Ewigkeit / im Himmel und auch hier / dein Volk mit Heilgen aller Zeit: / Ruhm, Ehre, Liebe dir!

T: Charles Wesley 1739 // Dt: Hartmut Handt 1987 (Str. 1-6); 2002 (Str. 7) // M: Carl Gotthelf Gläser vor 1829 / Lowell Mason 1839

  • Ich lese den Wochenpsalm

(Wenn Sie zu zweit die Andacht feiern, können die Verse jeweils abwechselnd gelesen werden):

 

1 Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.

Er schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.

2 Der HERR lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.

3 Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

4 Jauchzet dem HERRN, alle Welt, singet, rühmet und lobet!

5 Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Saitenspiel!

6 Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN, dem König!

7 Das Meer brause und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.

8 Die Ströme sollen in die Hände klatschen, und alle Berge seien fröhlich

9 vor dem HERRN; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker, wie es recht ist.

Psalm 98, 1-9

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 361d):

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Lukas 19, 37-40:

 

37 Als er das Wegstück erreichte, das vom Ölberg zur Stadt hinunterführt, brach die ganze Schar der Jünger in Freudenrufe aus; mit lauter Stimme priesen sie Gott für all die Wunder, die sie miterlebt hatten.

38 »›Gesegnet sei er, der König, der im Namen des Herrn kommt!‹« riefen sie. »Frieden bei dem, der im Himmel ist, Ehre dem, der droben in der Höhe wohnt!«

39 Einige Pharisäer aus der Menge erhoben Einspruch. »Meister«, sagten sie zu Jesus, »verbiete es deinen Jüngern, so zu reden!«

40 Doch Jesus gab ihnen zur Antwort: »Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien!« (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

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               Eine Andacht zum Sonntag Jubilate für Zuhause                    

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Jubilate

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, von dem schöpferischen Spiel der Weisheit vor Gott, aber auch von der Vorläufigkeit der Schöpfung. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.1

 

Wochenvers:

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur: das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korintherbrief 5,17)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 579):

1. Gott gab uns Atem, damit wir leben. / Er gab uns Augen, dass wir uns sehn. |: Gott hat uns diese Erde gegeben, / dass wir auf ihr die Zeit bestehn. :|

2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören. / Er gab uns Worte, dass wir verstehn. |: Gott will nicht diese Erde zerstören. / Er schuf sie gut, er schuf sie schön. :|

3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln. / Er gab uns Füße, dass wir fest stehn. |: Gott will mit uns die Erde verwandeln. / Wir können neu ins Leben gehn. :|

T: Eckart Bücken 1982 // M: Fritz Baltruweit 1982

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

1 Ein Lied. Jubelt Gott zu, alle Völker der Erde!

2 Singt zur Ehre seines Namens, rühmt ihn mit eurem Lobgesang!

3 Sagt zu Gott: »Wie überwältigend sind deine Taten! Deine Feinde müssen sich vor dir beugen, weil du so mächtig bist.

4 Alle Welt soll dich anbeten, alle sollen dir singen, dich mit ihren Liedern preisen!«

5 Kommt her und seht, was Gott getan hat! Sein Tun erfüllt die Menschen mit Furcht und Staunen: 6 Er machte das Meer zu trockenem Land, sodass wir zu Fuß hindurchgehen konnten. Darüber waren wir voll Freude!

7 Für immer regiert er mit gewaltiger Macht, er behält die Völker genau im Auge. Wer wagt es, ihm die Stirn zu bieten?

8 Ihr Völker, werft euch nieder vor unserem Gott, preist ihn mit lauter Stimme!

9 Er erhält uns am Leben und bewahrt uns vor dem Untergang.

Psalm 66, 1-9 (Gute Nachricht Bibel)

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 361d):

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Apostelgeschichte 17, 22-34:

 

22 Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach:

Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. 23 Denn ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt.

24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was da rinnen ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. 25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. 26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, 27 dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.

28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.

29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.

30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. 32 Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören.

33 So ging Paulus weg aus ihrer Mitte. 34 Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen. (Luther 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

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Jahreslosung 2021 - Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. | . Lukas 6, 36