Impuls für eine persönliche Hausandacht                 

 

 

              Eine Andacht zum Sonntag Palmarum für Zuhause                

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Palmarum

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance.

Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig. Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände, die eben noch Palmzweige schwingen, sind schon zu Fäusten geballt. Das „Hosianna“ wird zum gellenden „Kreuzige“-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das – wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.1

 

Wochenvers:

Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Joh 3,14b.15)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 117):

1. Jesu, meine Freude, / meines Herzens Weide, / Jesu, wahrer Gott. / Wer will dich schon hören? / Deine Worte stören / den gewohnten Trott. / Du gefährdest Sicherheit. / Du bist Sand im Weltgetriebe. / Du, mit deiner Liebe.

2. Du warst eingemauert. / Du hast überdauert / Lager, Bann und Haft. / Bist nicht tot zu kriegen. / Niemand kann besiegen / deiner Liebe Kraft. / Wer dich foltert und erschlägt, / hofft auf deinen Tod vergebens. / Samenkorn des Lebens.

3. Jesu, Freund der Armen. / Groß ist dein Erbarmen / mit der kranken Welt. / Herrscher gehen unter. / Träumer werden munter, / die dein Wort erhellt. / Und wenn ich ganz unten bin, / weiß ich dich an meiner Seite. / Jesu, meine Freude.

T: Gerhard Schöne 1991 // M: Johann Crüger 1653

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

6 Er, der Gott in allem gleich war und auf einer Stufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus.

7 Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen.

8 Aber er erniedrigte sich noch mehr: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz wie ein Verbrecher.

9 Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht und hat ihm als Ehrentitel den Namen gegeben, der bedeutender ist als jeder andere Name.

10 Und weil Jesus diesen Namen trägt, werden sich einmal alle vor ihm auf die Knie werfen, alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind.

11 Alle werden anerkennen, dass Jesus Christus der Herr ist, und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben.

Philipper 2, 6-11 (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich antworte mit einem Liedvers Nr. 482 auf die Lesung:

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort")

Dt: Diethard Zils vor 1983 // M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

 

Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Johannes 17, 1-8:

1 Jesus beendete seine Rede. Danach blickte er zum Himmel auf und sagte: »Vater, die Stunde ist jetzt da! Lass die Herrlichkeit deines Sohnes sichtbar werden, damit der Sohn deine Herrlichkeit sichtbar machen kann. 2 Du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben. So kann er allen, die ihm anvertraut sind, das ewige Leben schenken. 3 Darin aber besteht das ewige Leben: dich zu erkennen, den einzig wahren Gott, und den, den du gesandt hast, Jesus Christus. 4 Ich habe auf der Erde deine Herrlichkeit sichtbar gemacht. Denn ich habe das Werk vollendet, das du mir aufgetragen hast. 5 Lass nun an mir die Herrlichkeit wieder sichtbar werden, die ich hatte, als ich bei dir war – bevor die Welt geschaffen wurde.«

(Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

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          Eine Andacht zum Sonntag Lätare für Zuhause            

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Lätare

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!“ Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben.

Freut euch – allem Leiden zum Trotz!“ Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare. Freuen – warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Auch wenn wir nur das Schlimmste sehen: Trost ist ganz nahe. Denn Gottes Zusage gilt: „Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.“ 1

 

Wochenvers:

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh 12,24)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 218):

1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, / Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt / Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:/

(Refrain:) Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.

2. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab, / wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. / Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?/ Refrain

3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, / unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn – / hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:/ Refrain

T: John Macleod Campbell Crum (England) 1928 ("Now the green blade riseth") // Dt: Jürgen Henkys 1976 // M: Aus Frankreich 15. Jh.

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebaot! Meine Seele verlangt und sehnt sich

nach den Vorhöfen des Herrn;

mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.

Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen –

deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.

Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!

Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen.

Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.

Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs!

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh doch an das Antlitz deines Gesalbten!

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend.

Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in der Gottlosen Hütten.

Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!

Psalm 84,2-13

  • Ich antworte mit einem Liedvers Nr. 482 auf die Lesung:

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort")

Dt: Diethard Zils vor 1983 // M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Könige 19, 1-8:

1 Ahab erzählte Isebel alles, was Elija getan hatte – auch, dass Elija alle Propheten des Baals getötet hatte. 2Daraufhin schickte Isebel einen Boten zu Elija und drohte ihm: »Die Götter sollen mir antun, was immer sie wollen, wenn ich deinem Leben nicht ein Ende setze! Morgen um diese Zeit soll es dir ergehen wie den Propheten, die du getötet hast!« 3Da geriet Elija in große Angst. Er sprang auf und lief um sein Leben. So kam er nach Beerscheba an die Grenze von Juda. Dort ließ er seinen Diener zurück. 4Er selbst ging noch einen Tag lang weiter – tiefer in die Wüste hinein. Dann setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. »Es ist genug!«, sagte er. »Herr, nimm mir doch das Leben! Denn ich bin nicht besser als meine Vorfahren.« 5Schließlich legte er sich hin und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Plötzlich berührte ihn ein Engel und forderte ihn auf: »Steh auf und iss!« 6Als Elija um sich blickte, fand er etwas neben seinem Kopf: frisches Fladenbrot und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank, dann legte er sich wieder schlafen. 7Doch der Engel des Herrn erschien ein zweites Mal. Wieder berührte er ihn und sprach: »Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir!« 8Da stand Elija auf, aß und trank und ging los. Durch das Essen war er wieder zu Kräften gekommen.40 Tage und 40 Nächte war er unterwegs, bis er den Horeb, den Berg Gottes, erreichte. (Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

                  Eine Andacht zum Sonntag Okuli für Zuhause                       

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Okuli

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der Einsatz ist hoch“, heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen.

Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat. Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Der Verrat durch seinen Jünger Judas ist erst der Anfang seines Leidenswegs. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.1

 

Wochenvers:

Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

(Lukas 9, 62)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 539 u. 540):

Refrain: Du sendest uns durch dein Wort in die Welt. / Wir gehen, Herr. / Du gehst voran, gibst uns Weisung und Ziel. / Wir folgen, Herr.

1. Du, Herr, heißt uns hoffen / und gelassen vorwärts schaun, / deine Zukunft steht uns offen, / wenn wir dir fest vertraun. Refrain: Du sendest uns…

2. Du, Herr, heißt uns glauben, / dass du selbst die Hoffnung bist. / Nichts soll die Gewissheit rauben, / dass du siegst, Jesus Christ. Refrain: Du sendest uns…

3. Du, Herr, heißt uns lieben, / für den Andern da zu sein. / Hilf uns glaubhaft Liebe üben, / dass man sieht: Wir sind dein. Refrain: Du sendest uns…

4. Du, Herr, heißt uns hoffen / und gelassen vorwärts schaun; / allen steht die Zukunft offen, / die sich dir anvertraun. Refrain: Du sendest uns…

T. u. M.: Otmar Schulz 1967

  • Ich lese den Wochenpsalm

Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass es die Elenden hören und sich freuen.

Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

Als einer im Elend rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten.

Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

Psalm 34,2-9

  • Ich antworte mit einem Liedvers Nr. 482 auf die Lesung:

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort")

Dt: Diethard Zils vor 1983 // M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Könige 19, 1-8:

1Ahab erzählte Isebel alles, was Elija getan hatte – auch, dass Elija alle Propheten des Baals getötet hatte. 2Daraufhin schickte Isebel einen Boten zu Elija und drohte ihm: »Die Götter sollen mir antun, was immer sie wollen, wenn ich deinem Leben nicht ein Ende setze! Morgen um diese Zeit soll es dir ergehen wie den Propheten, die du getötet hast!« 3Da geriet Elija in große Angst. Er sprang auf und lief um sein Leben. So kam er nach Beerscheba an die Grenze von Juda. Dort ließ er seinen Diener zurück. 4Er selbst ging noch einen Tag lang weiter – tiefer in die Wüste hinein. Dann setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. »Es ist genug!«, sagte er. »Herr, nimm mir doch das Leben! Denn ich bin nicht besser als meine Vorfahren.« 5Schließlich legte er sich hin und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Plötzlich berührte ihn ein Engel und forderte ihn auf: »Steh auf und iss!« 6Als Elija um sich blickte, fand er etwas neben seinem Kopf: frisches Fladenbrot und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank, dann legte er sich wieder schlafen. 7Doch der Engel des Herrn erschien ein zweites Mal. Wieder berührte er ihn und sprach: »Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir!« 8Da stand Elija auf, aß und trank und ging los. Durch das Essen war er wieder zu Kräften gekommen.40 Tage und 40 Nächte war er unterwegs, bis er den Horeb, den Berg Gottes, erreichte. (Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

               Eine Andacht zum  Sonntag Reminiszere für Zuhause             

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.
  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Reminiszere

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Du lernst aber auch gar nichts.“ Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst.

Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren. So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Sie sind wie der umhegte Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, und wie die Weingärtner, die in Abwesenheit des gütigen Eigentümers den Weinberg in Besitz nehmen und seinen Sohn töten. Wir verachten oft Gottes Willen, meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? In den Erzählungen vom Volk Israel in der Wüste scheint es fast so. Aber: Gott straft und hat doch wieder Erbarmen. In Jesus zeigt sich Gottes Geduld ganz und gar: Er kommt zu den Sündern und leidet für sie – zur Hoffnung für alle Welt.1

 

Wochenvers:

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

(Römerbrief 5,8)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 567):

1. Damit aus Fremden Freunde werden, / kommst du als Mensch in unsre Zeit. / Du gehst den Weg durch Leid und Armut, / damit die Botschaft uns erreicht.

2. Damit aus Fremden Freunde werden, / gehst du als Bruder durch das Land, / begegnest uns in allen Rassen / und machst die Menschlichkeit bekannt.

3. Damit aus Fremden Freunde werden, / lebst du die Liebe bis zum Tod. / Du zeigst den neuen Weg des Friedens; / das sei uns Auftrag und Gebot.

4. Damit aus Fremden Freunde werden, / schenkst du uns Lebensglück und Brot. / Du willst damit den Menschen helfen, / retten aus aller Hungersnot.

5. Damit aus Fremden Freunde werden, / vertraust du uns die Schöpfung an. / Du formst den Menschen dir zum Bilde, / mit dir er sie bewahren kann.

6. Damit aus Fremden Freunde werden, / gibst du uns deinen Heilgen Geist, / der, trotz der vielen Völker Grenzen, / den Weg zur Einigkeit uns weist.

T: Rolf Schweizer 1982 // M: Rolf Schweizer 1982

  • Ich lese den Wochenpsalm

Nach dir, Herr, verlanget mich. Mein Gott, ich hoffe auf dich;

lass mich nicht zuschanden werden, Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret.

Herr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige!

Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft;

täglich harre ich auf dich.

Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.

Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen,

gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit, Herr, um deiner Güte willen!

Der Herr ist gut und gerecht; darum weist er Sündern den Weg.

Er leitet die Elenden recht und lehrt die Elenden seinen Weg.

Die Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten.

Psalm 25,1.2a.3a.4-10

  • Ich antworte mit einem Liedvers Nr. 482 auf die Lesung:

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort")

Dt: Diethard Zils vor 1983 // M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Matthäus 26, 36-46:


36Dann kam Jesus mit seinen Jüngern zu einem Garten, der Getsemani hieß. Dort sagte er zu seinen Jüngern: »Bleibt hier sitzen. Ich gehe dort hinüber und bete.«37Er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit. Plötzlich wurde er sehr traurig, und Angst überfiel ihn.38Da sagte er zu ihnen: »Ich bin verzweifelt und voller Todesangst. Wartet hier und wacht mit mir.«39Jesus selbst ging noch ein paar Schritte weiter. Dort warf er sich zu Boden und betete: »Mein Vater, wenn es möglich ist, dann erspare es mir, diesen Becher auszutrinken! Aber nicht das, was ich will, soll geschehen –sondern das, was du willst!«

40Jesus kam zu den drei Jüngern zurück und sah, dass sie eingeschlafen waren. Da sagte er zu Petrus: »Könnt ihr nicht diese eine Stundemit mir wach bleiben?41Bleibt wach und betet, damit ihr die kommende Prüfung besteht! Der Geist ist willig, aber die menschliche Natur ist schwach.«

42Dann ging er ein zweites Mal einige Schritte weg und betete: »Mein Vater, wenn es nicht anders möglich ist, dann trinke ich diesen Becher. Es soll geschehen, was du willst.«43Als er zurückkam, sah er, dass seine Jünger wieder eingeschlafen waren. Die Augen waren ihnen zugefallen.44Jesus ließ sie schlafen. Wieder ging er weg und betete ein drittes Mal mit den gleichen Worten wie vorher.45Dann ging er zu den Jüngern zurück und sagte zu ihnen: »Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Seht: Die Stunde ist da! Jetzt wird der Menschensohn in die Hände der Sünder ausgeliefert.46Steht auf, wir wollen gehen. Seht: Der mich verrät, ist schon da!« (Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

                Eine Andacht zum Sonntag Invokavit für Zuhause                  

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Invokavit

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache.

Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben? Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange – „Ihr werdet sein wie Gott“ – über Hiob, der auch in Schicksalsschlägen und Krankheit an Gott festhält, und Judas, der nicht widersteht, bis hin zu Jesus, der selbst versucht wird. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die Heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es zu schwer wird? Dann sind hoffentlich – wie bei Hiob – Freunde da, mitzutrauern, zu trösten, zu ermutigen.1

 

Wochenvers:

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

(1. Johannes 3,8b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 129):

1. |: Du hast gesagt: „Ich bin der Weg.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir und will dir folgen. / Du bist der rechte Weg.

2. |: Du hast gesagt: „Ich bin die Wahrheit.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, um zu erkennen: / Du, Herr, bist selbst die Wahrheit.

3. |: Du hast gesagt: „Ich bin das Leben.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir mit meiner Schuld. / Du bist das neue Leben.

4. |: Du hast gesagt: „Ich bin das Brot.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir um satt zu werden. / Du bist das wahre Brot.

5. |: Du hast gesagt: „Ich bin die Tür.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, du lässt mich ein. / Du bist die Tür zur Freude.

6. |: Du hast gesagt: „Ich bin der Hirte.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, du wirst mich führen. / Du bist der gute Hirte.

Text und Melodie: Bodo Hoppe 1967

  • Ich lese den Wochenpsalm

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn:

Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.

Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild.

Denn der Herr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.

Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;

ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«

Psalm 91,1-4.9-12.14-16

  • Ich antworte mit einem Liedvers Nr. 482 auf die Lesung:

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort")

Dt: Diethard Zils vor 1983 // M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

2. Korinther 6,1-10:

1Wir als Gottes Mitarbeiter bitten euch auch: Nehmt die Gnade Gottes so an, dass sie nicht ohne Wirkung bleibt.2Denn Gott spricht: »Ich habe dich zur rechten Zeit erhört und dir am Tag der Rettung geholfen. «Seht doch! Jetzt ist die rechte Zeit. Seht doch! Jetzt ist der Tag der Rettung.

3Wir wollen auf gar keinen Fall Anstoß erregen. Denn unser Dienst soll nicht in Verruf geraten.4Vielmehr beweisen wir in jeder Lage, dass wir Gottes Diener sind: Mit großer Standhaftigkeit ertragen wir Leid, Not und Verzweiflung.5Man schlägt uns, wirft uns ins Gefängnis und hetzt die Leute gegen uns auf. Wir arbeiten bis zur Erschöpfung, wir schlafen nicht und essen nicht.6Zu unserem Dienst gehören ein einwandfreier Lebenswandel, Erkenntnis, Geduld und Güte, der Heilige Geist und aufrichtige Liebe.7Zu unserem Dienst gehören außerdem die Wahrheit unserer Verkündigung und die Kraft, die von Gott kommt. Wir kämpfen mit den Waffen der Gerechtigkeit, in der rechten und in der linken Hand.8Wir erfüllen unseren Auftrag, ob wir dadurch Ehre gewinnen oder Schande, ob wir verleumdet werden oder gelobt. Wir gelten als Betrüger und sagen doch die Wahrheit.9Wir werden verkannt und sind doch anerkannt. Wir sind vom Tod bedroht, und seht doch: Wir leben! Wir werden ausgepeitscht und kommen doch nicht um.10Wir geraten in Trauer und bleiben doch fröhlich.Wir sind arm und machen doch viele reich. Wir haben nichts und besitzen doch alles!

(Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

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               Eine Andacht zum Sonntag Sexagesimae für Zuhause           

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Sexagesimae

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt.“ Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer.

Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie ignorieren: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Doch eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.1

 

Wochenvers:

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht. (Hebräer 3,15)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 76):

1. Du meine Seele, singe, / wohlauf und singe schön / dem, welchem alle Dinge / zu Dienst und Willen stehn. / Ich will den Herren droben / hier preisen auf der Erd; / ich will ihn herzlich loben, / so lang ich leben werd.

2. Wohl dem, der einzig schauet / nach Jakobs Gott und Heil! / Wer dem sich anvertrauet, / der hat das beste Teil, / das höchste Gut erlesen, / den schönsten Schatz geliebt; / sein Herz und ganzes Wesen / bleibt ewig unbetrübt.

6. Er ist das Licht der Blinden, / erleuchtet ihr Gesicht, / und die sich schwach befinden, / die stellt er aufgericht'. / Er liebet alle Frommen, / und die ihm günstig sind, / die finden, wenn sie kommen, / an ihm den besten Freund.

7. Ach ich bin viel zu wenig / zu rühmen seinen Ruhm; / der Herr allein ist König, / ich eine welke Blum. / Jedoch weil ich gehöre / gen Zion in sein Zelt, / ist's billig, dass ich mehre / sein Lob vor aller Welt.

T: (Nach Psalm 146) Paul Gerhardt 1653 / M: Johann Georg Ebeling 1666

  • Ich lese den Wochenpsalm

Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.

Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tröstest du mich?

Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.

Stärke mich, dass ich gerettet werde, so will ich stets Freude haben an deinen Geboten.

Psalm 119, 92.105.116-117

  • Ich antworte mit einem Liedvers auf die Lesung:

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) / M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jeremia 4, 12-13:

12 Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch und durch. Es durchdringt Seele und Geist, Mark und Bein. Es urteilt über die Gedanken und die Einstellung des Herzens.13 Kein Geschöpf bleibt vor Gott verborgen. Nackt und bloß liegt alles offen vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schuldig sind.

(Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

 

  • Ich lösche die Kerze.

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            Eine Andacht zum Sonntag Septuagesimä für Zuhause            

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Septuagesimae

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Das ist unfair!“ Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.

Und Gott – ist Gott gerecht? Dass es denen, die gut handeln, nicht immer gut ergeht, das haben schon die Menschen zur Zeit des Predigers schmerzhaft erfahren. „Gottes Gerechtigkeit ist Güte“, stellt der Sonntag Septuagesimae dem entgegen. Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge. Die versuchen wie Paulus, nicht auf ihr eigenes Recht zu pochen, sondern immer wieder den anderen nach ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Sie wissen, dass das aus eigener Kraft nicht möglich ist, aber Gott immer wieder das „Wollen und Vollbringen“ schenkt.1

 

Wochenvers:

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9,18b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 94):

Refrain Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, / und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

1. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge / und dein Gericht ist tief wie das Meer. / Menschen und Tieren willst du, Herr, ein Helfer sein. / Refrain

2. Was deine Güte ist, lehr mich begreifen, / und deine Wahrheit mach mir bekannt; / denn ich verstehe nichts, wenn du es mir nicht sagst. / Refrain

3. Täglich umgeben mich Worte und Stimmen, / aber ich höre gar nicht mehr hin; / denn deine Stimme höre ich nicht mehr heraus. / Refrain

4. Wenn ich nichts hören kann, hilf mir dich rufen; / hilf mir dich hören, wenn du mich rufst; / hilf mir gehorchen, wenn du mich berufen willst. / Refrain

5. Dein Flügelschatten ist unsre Bewahrung; / aus deinem Leben leben wir auch; / und wir erkennen erst in deinem Licht das Licht. / Refrain

T: (Nach Psalm 36,6-10) Gerhard Valentin 1965

M: Herbert Beuerle 1965

  • Ich lese den Wochenpsalm

Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.

Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tröstest du mich?

Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.

Stärke mich, dass ich gerettet werde, so will ich stets Freude haben an deinen Geboten.

Psalm 119, 92.105.116-117

 

  • Ich antworte mit einem Liedvers auf die Lesung:

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) / M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jeremia 9, 22+23:

22So spricht der Herr: Der Weise sei nicht stolz auf seine Weisheit. Der Starke sei nicht stolz auf seine Stärke und der Reiche nicht auf seinen Reichtum! 23Wer sich rühmen will, soll sich nur deswegen rühmen: dass er wirklich klug ist und mich kennt. Dass er weiß, dass ich der Herr bin, der auf Erden Güte, Recht und Gerechtigkeit schafft. Denn diese machen mir Freude.– So lautet der Ausspruch des Herrn.

(Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

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         Eine Andacht zum 4. Sonntag vor der Passionszeit für Zuhause         

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus,

sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 4. Sonntags vor der Passionszeit

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Mir steht das Wasser bis zum Hals.“ Manchmal macht mir die Angst das Atmen schwer. Wenn Sturmzeit angesagt ist, wenn mir ein Verlust den Boden unter den Füßen wegzieht, dann suche ich Halt. Dann brauche ich jemanden, der wie ein Fels in der Brandung steht und den Wellen Einhalt gebietet. Jesus ist Herr über Naturgewalten und Stürme des Lebens, das zeigt der vierte Sonntag vor der Passionszeit. Dort, wo Gott uns allein zu lassen scheint, dort, wo wir meinen, ihn wachrütteln zu müssen, ist er ganz nah, besänftigt, tröstet, glättet Wogen. Selbst die größte Flut ging zu Ende. „Warum seid ihr so furchtsam?“, fragt Jesus, als alles vorbei ist. Habt ihr kein Vertrauen?1

 

Wochenvers:

"Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.“ (Psalm 66,5)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 25):

1. Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, / damit ich lebe. / Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst, / damit ich frei bin. /

Refrain Ehre sei Gott auf der Erde / in allen Straßen und Häusern, / die Menschen werden singen, / bis das Lied zum Himmel steigt. |: Ehre sei Gott und den Menschen Frieden, :| Ehre sei Gott und den Menschen Frieden, / Frieden auf Erden.

2. Ich lobe meinen Gott, der mir den neuen Weg weist, / damit ich handle. / Ich lobe meinen Gott, der mir mein Schweigen bricht, / damit ich rede. / Refrain

3. Ich lobe meinen Gott, der meine Tränen trocknet, / dass ich lache. / Ich lobe meinen Gott, der meine Angst vertreibt, / damit ich atme. / Refrain

T: Hans-Jürgen Netz 1979 // M: Christoph Lehmann 1979

  • Ich lese den Wochenpsalm

1Dankt dem Herrn, denn er ist gut! Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

2So sollen die sprechen, die der Herr befreit hat. Er befreite sie aus Gewalt und Unterdrückung.

23Andere segelten mit Schiffen über das Meer. Sie unternahmen Handelsreisen auf hoher See.

24Auch die haben die Werke des Herrn gesehen und seine Wunder über dem Abgrund:

25Er rief einen Sturmwind in seinen Dienst, der türmte die Wellen zu schwindelnden Höhen.

26Mit dem Schiff fuhren sie dem Himmel entgegen, dann stürzten sie wieder in die Tiefe hinab. Das Unwetter ließ sie verzagen.

27Sie tanzten und torkelten auf Deck wie Betrunkene. Sie waren am Ende mit ihrer ganzen Seemannskunst.

28Da riefen sie zum Herrn in ihrer Not und er führte sie aus ihrer Verzweiflung.

29Er brachte den Sturmwind zum Schweigen, und die aufgepeitschte See beruhigte sich.

30Sie waren froh, dass sich die Wogen legten. So führte er sie in den ersehnten Hafen.

31Nun sollen sie dem Herrn danken für seine Güte und für seine Wunder an den Menschen.

32Sie sollen ihn ehren in der Versammlung des Volkes und ihn loben im Kreis der Alten.

Psalm 107, 1-2.23-32

  • Ich antworte mit einem Liedvers auf die Lesung:

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) / M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Matthäus 14, 22-33: Jesus geht über das Wasser

22Sofort danach drängte Jesus die Jünger, in das Boot zu steigen. Sie sollten an die andere Seite des Sees vorausfahren. Er selbst wollte zuerst noch die Volksmenge verabschieden.23Als die Volksmenge weggegangen war, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Es war schon Abend geworden, und Jesus war immer noch allein dort.

24Das Boot war schon weit vom Land entfernt. Die Wellen machten ihm schwer zu schaffen, denn der Wind blies direkt von vorn.25Um die vierte Nachtwache kam Jesus zu den Jüngern. Er lief über den See.26Als die Jünger ihn über den See laufen sahen, wurden sie von Furcht gepackt. Sie riefen: »Das ist ein Gespenst! «Vor Angst schrien sie laut auf.27Aber sofort sagte Jesus zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! Ich bin es. Ihr braucht keine Angst zu haben.«

28Petrus sagte zu Jesus: »Herr, wenn du es bist, befiehl mir, über das Wasser zu dir zu kommen.«29Jesus sagte: »Komm!« Da stieg Petrus aus dem Boot, ging über das Wasser und kam zu Jesus.30Aber auf einmal merkte er, wie stark der Wind war. Da bekam er Angst. Er begann zu sinken und schrie: »Herr, rette mich!«31Sofort streckte Jesus ihm die Hand entgegen und hielt ihn fest. Er sagte zu Petrus: »Du hast zu wenig Vertrauen. Warum hast du gezweifelt?«32Dann stiegen sie ins Boot und der Wind legte sich.33Die Jünger im Boot warfen sich vor Jesus nieder. Sie sagten: »Du bist wirklich der Sohn Gottes!« (Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

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             Eine Andacht zum letzten Sonntag nach Epiphanias               

                                   für Zuhause

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.
  • Ich mache mir die Bedeutung des letzten Sonntags nach Epiphanias

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. „Hier ist gut sein“ sagt Petrus. „Lass uns Hütten bauen.“ Von Gott ergriffen sind sie wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben. Jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.1

 

Wochenvers:

"Über Dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über Dir.“ (Jesaja 60, 2b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 409):

1. Tageserwachen, ein neuer Morgen, / und Amsellachen öffnet das Ohr. / Dank für das Singen, Dank für den Morgen, / Loblieder klingen im Schöpfungschor.

2. Tautropfen zeigen, farbendurchflutet, / sich an den Zweigen: Glanz, der sich bricht. / Dank für die Blüte, Dank für den Morgen / voll deiner Güte, voll Schöpfungslicht.

3. Freude durchdringt mich, weckt alle Sinne / und sie besingt dich, jubelt und preist. / Dank für das Leben – Dank jeden Morgen – / mir neu gegeben vom Schöpfergeist.

T: Eleanor Farjeon (England) 1931 // Dt: Joachim Georg 2000 // M: Gälisches Volkslied 19. Jh. / Schottland 1888 / geistlich Irland 1919

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Das ist ein köstliches Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster,

des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen

auf dem Psalter mit zehn Saiten, mit Spielen auf der Harfe.

Denn, Herr, du läsest mich fröhlich singen von deinen Werken,

und ich rühme die Taten deiner Hände.

Herr, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief.

Ein Törichter glaubt das nicht, und ein Narr begreift es nicht.

Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

Die gepflanzt sind im Hause des Herrn, werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen.

Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein,

dass sie verkündigen, wie der Herr es recht macht; er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.

Psalm 92,2-7.13-16

  • Ich antworte mit einem Liedvers auf die Lesung:

(Wenn der Liedvers Ihnen unbekannt ist, lassen Sie sich von der Auslegung von Bischof Harald Rückert zu diesem Liedvers leiten: https://www.emk.de/weihnachtsbotschaft2020)

Christus, dein Licht verklärt unsre Schatten, /

lasse nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht! /

Christus, dein Licht erstrahlt auf der Erde / und du sagst uns: Auch ihr seid das Licht.

T: (Nach Augustinus 4./5. Jh.) Taizé 1992 // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich) 1992 // Gesangbuch der EmK: Nr. 200

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

2. Mose 34, 29-35: Moses Gesicht ist erleuchtet

29Als Mose vom Berg Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln mit den Geboten in der Hand. Von seinem Gesicht gingen Strahlen aus, weil er mit Gott geredet hatte. Das wusste Mose aber nicht. 30Doch Aaron und alle Israeliten sahen es. Sie fürchteten sich, in seine Nähe zu kommen. 31Aber Mose rief sie herbei. Aaron und alle Männer, die der Gemeinde vorstanden, wandten sich Mose wieder zu, und er redete zu ihnen. 32Später kamen auch alle Israeliten herbei. Mose gebot ihnen alles, was der Herr ihm auf dem Berg Sinai gesagt hatte. 33Sobald Mose nicht mehr mit ihnen redete, legte er eine Priestermaske vor sein Gesicht. 34Immer wenn Mose in das Zelt ging, um mit dem Herrn zu reden, legte er die Maske ab. Wenn er herauskam, verkündete er den Israeliten, was Gott geboten hatte. 35Wenn die Israeliten die Strahlen sahen, die vom Gesicht des Mose ausgingen, legte er die Maske vor sein Gesicht. Wenn er in das Zelt ging, um mit Gott zu reden, legte er sie wieder ab. (Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

 

  • Ich lösche die Kerze.

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       Eine Andacht zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Zuhause          

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus,

sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.  

  • Ich mache mir die Bedeutung des 3. Sonntag nach Epiphanias

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Die christliche Botschaft macht nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt. Sie gilt ausnahmslos allen Menschen. Darum geht es am dritten Sonntag nach Epiphanias. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Auch Jesu Ahnen sind international wie die Moabiterin Rut, die mit ihrer Schwiegermutter in ein fremdes Land zog und ihre Religion annahm. Gottes Liebe kennt keine Grenzen.

 

Wochenvers:

"Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. " (Lukas 13, 29)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 409):

1. In Christus ist nicht Ost noch West, / in ihm nicht Süd noch Nord. / Er schenkt Gemeinschaft durch sein Mahl / und ruft uns durch sein Wort.

2. Woher wir stammen, fragt er nicht. / Er lädt zu Brot und Wein, / bringt alle uns an seinen Tisch, / lässt uns dort eines sein.

3. Ob fromm, ob Sünder gilt hier nicht, / auch nicht, ob Frau, ob Mann; / Gott stellt Versklavte Freien gleich, / nimmt sie als Erben an.

4. In Christus trifft sich Ost und West; / er eint auch Süd und Nord, / schafft selbst die gute, neue Welt / und spricht das letzte Wort.

T: John Oxenham (England) 1908 (Str. 1.2.4); Laurence Hull Stookey (USA) 1987 (Str. 3) ("In Christ there is no East or West") /7 Dt: Hartmut Handt 1986 (Str. 1+2); Jörg Herrmann 2001 (Str. 3); Samuel Rothenberg 1971 (Str. 4)

M: London 1708 (William Croft?)

  • Ich lese den Wochenpsalm

1 Ein Gebet Davids. HERR, neige deine Ohren und erhöre mich; denn ich bin elend und arm. 2 Bewahre meine Seele, denn ich bin dir treu. …

3 Herr, sei mir gnädig; denn ich rufe täglich zu dir. 4 Erfreue die Seele deines Knechts und deiner Magd; denn nach dir, Herr, verlangt mich.

5 Denn du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen.

6 Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens!

7 In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören!

8 Herr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was du tust.

9 Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen ehren, 10 dass du so groß bist und Wunder tust und du allein Gott bist.

11 Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.

Psalm 86, 1-11

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung:

(Wenn der Liedvers Ihnen unbekannt ist, lassen Sie sich von der Auslegung von Bischof Harald Rückert zu diesem Liedvers leiten: https://www.emk.de/weihnachtsbotschaft2020)

Christus, dein Licht verklärt unsre Schatten, /

lasse nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht! /

Christus, dein Licht erstrahlt auf der Erde / und du sagst uns: Auch ihr seid das Licht.

T: (Nach Augustinus 4./5. Jh.) Taizé 1992 // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich) 1992 // Gesangbuch der EmK: Nr. 200

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Matthäus 8, 5-13: Der Hauptmann von Kapernaum

Lukas 7,1-10; 13,28-29; Johannes 4,46-53

5Jesus ging nach Kapernaum. Da kam ihm ein römischer Hauptmann entgegen. Er sagte zu Jesus: 6»Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause. Er hat furchtbare Schmerzen!« 7Jesus antwortete: »Ich will kommen und ihn gesundmachen.« 8Der Hauptmann erwiderte: »Herr! Ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst! Aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund! 9Denn auch bei mir ist es so, dass ich Befehlen gehorchen muss. Und ich selbst habe Soldaten, die mir unterstehen. Wenn ich zu einem sage: ›Geh!‹, dann geht er. Und wenn ich zu einem anderen sage: ›Komm!‹, dann kommt er. Und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu das!‹, dann tut er es.«

10Als Jesus das hörte, staunte er. Er sagte zu den Leuten, die ihm gefolgt waren: »Amen, das sage ich euch: Bei niemandem in Israel habe ich so einen Glauben gefunden! 11Ich sage euch: Viele werden aus Ost und West kommen. Sie werden mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch liegen. 12Aber die Erben des Reiches werden hinausgeworfen in die völlige Finsternis. Da draußen gibt es nur Heulen und Zähneklappern.« 13Dann sagte Jesus zum Hauptmann: »Geh! So wie du geglaubt hast, soll es geschehen!« In derselben Stunde wurde sein Diener gesund. (Text nach der Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

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                              Zum 2. Sonntag nach Epiphanias                                

                                       Eine Andacht für Zuhause

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich erinnere mich an die Bedeutung des 2. Sonntag nach Epiphanias im Jahreskreis und lese den Wochenvers:

Um Mangel und Überfluss geht es auch bei Jesu erstem Wunder auf einer Hochzeitsfeier: Dass der Wein ausgeht, könnte die ganze Festfreude trüben. Von seiner Mutter gebeten, rettet Jesus die Feier: Aus Wasser wird der erlesenste Wein. Auf ein Wunder hoffen auch die Judäer, die in der Dürre nach Gottes Hilfe rufen. Wo ist er in dieser schwierigen Zeit? Gottes Herrlichkeit ist dem menschlichen Auge und Geist noch verborgen – davon spricht der Apostel Paulus und das erfährt Mose, der Gott nur hinterhersehen darf, weil sein Auge Gottes Anblick nicht erträgt. Und doch: Diejenigen, die nach Gott suchen und nach seinem Willen leben wollen, ahnen die Fülle, die Gott ihnen verheißt: Wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir den, der uns damit beschenkt hat.1

 

Wochenvers:

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. (Johannes 1,16)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr.199):

1. Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; / A und O, Anfang und Ende, steht da. / Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; / Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah! / Himmel und Erde, erzählet's den Heiden: / Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

3. Jesus ist kommen, der König der Ehren; / Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt! / Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren; / öffnet ihm Tore und Türen fein bald! / Denkt doch, er will euch die Krone gewähren. / Jesus ist kommen, der König der Ehren.

5. Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben. / Hoch gelobt sei der erbarmende Gott, / der uns den Ursprung des Segens gegeben; / dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod. / Selig, die ihm sich beständig ergeben! / Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.

T: Johann Ludwig Konrad Allendorf 1736 // M: Köthen um 1733 (Johann Georg Hille?)

  • Ich lese den Wochenpsalm

1 Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen;

verkündigt sein Tun unter den Völkern!

2 Singet ihm und spielet ihm, redet von allen seinen Wundern!

3 Rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!

4 Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit!

5 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes,

6 du Geschlecht Abrahams, seines Knechts, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten!

7 Er ist der HERR, unser Gott, er richtet in aller Welt.

8 Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter.

Psalm 105, 1-8

  • Ich antworte mit einem Lob Vers auf die Lesung:

Christus, dein Licht verklärt unsre Schatten, /

lasse nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht! /

Christus, dein Licht erstrahlt auf der Erde / und du sagst uns: Auch ihr seid das Licht.

T: (Nach Augustinus 4./5. Jh.) Taizé 1992 // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich) 1992 // Gesangbuch der EmK: Nr. 200

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Johannes 2, 1-11:

1 Zwei Tage später wurde in dem Dorf Kana in Galiläa eine Hochzeit gefeiert. Die Mutter von Jesus war dort, 2 und auch Jesus hatte man mit seinen Jüngern eingeladen.

3 Als während des Festes der Wein ausging, sagte seine Mutter zu ihm: »Es ist kein Wein mehr da!« 4 Doch Jesus antwortete ihr: »Es ist nicht deine Sache, mir zu sagen, was ich tun soll! Meine Zeit ist noch nicht gekommen!« 5 Da sagte seine Mutter zu den Dienern: »Was immer er euch befiehlt, das tut!«

6 Nun gab es im Haus sechs steinerne Wasserkrüge. Man benutzte sie für die Waschungen, die das jüdische Gesetz verlangt. Jeder von ihnen fasste 80 bis 120 Liter. 7 Jesus forderte die Diener auf: »Füllt diese Krüge mit Wasser!« Sie füllten die Gefäße bis zum Rand. 8 Dann ordnete er an: »Nun bringt dem Mann, der für das Festmahl verantwortlich ist, eine Kostprobe davon!« Die Diener befolgten seine Anweisungen.

9 Der Mann probierte das Wasser: Es war zu Wein geworden! Er wusste allerdings nicht, woher der Wein kam. Nur die Diener wussten Bescheid. Da rief er den Bräutigam zu sich 10 und hielt ihm vor: »Jeder bietet doch zuerst den besten Wein an! Und erst später, wenn die Gäste schon betrunken sind, kommt der billigere Wein auf den Tisch. Aber du hast den besten Wein bis jetzt zurückgehalten!«

11 So vollbrachte Jesus in dem Dorf Kana in Galiläa sein erstes Wunder. Er offenbarte damit zum ersten Mal seine göttliche Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn. (Hoffnung für Alle)

 

Anmerkung zum Text:

Der Ev. Bibelwissenschaftler Rudolf Bultmann entdeckte eine Reihe von Weinwunder- geschichten in antiken Texten, die davon reden, welche Genuss und Lebensfülle die jeweiligen angebeteten Götter dem gläubigen Menschen schenken. Anders als es vom griechischen Gott Dionysus erzählt wird, geht es beim Wunder Jesu sehr nüchtern und organisiert zu. Jesus spielt sich nicht in den Vordergrund und braucht erst die Aufforderung, zu helfen. Das Wunder geschieht im Stillen und erst beim Kosten des neuen Weines merken alle, was passiert ist.

Jesus schenkt das Leben in der Fülle, doch es braucht Geduld und ein bittendes Herz, um dieses Wunder zu erleben.

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen und mich nach Hause bringen. Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

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                                Auf dem Weg nach Betlehem                                     

                 oder wie man Heilig Abend zu Hause feiern kann                        

  • Wir bereiten einen Tisch vor: auf dem Tisch steht eine Kerze und liegt ein Tuch, auf dem die Hirten ihren Weg zur Krippe gehen. An einem Ende sieht man die Engel, in der Nähe stehen die Hirten und am anderen Ende sieht man die Krippe mit Maria, Josef und dem Kind.

  • Wir haben einen Augenblick der Stille und betrachten die Figuren auf dem Tisch.

  • Einleitung:

Wir erinnern uns heute Abend mit vielen Menschen auf der Welt daran, wie Jesus in Betlehem geboren wurde und mit ihm Gott neu zu den Menschen kam. Achtet auf die, die zu dieser Geschichte dazu gehören. Vielleicht entdeckt Ihr Euch selber in der einen oder anderen Person wieder.“

  • Wir singen zusammen:

1. Stern über Betlehem, zeig uns den Weg, / führ uns zur Krippe hin, zeig, wo sie steht, / leuchte du uns voran, bis wir dort sind. / Stern über Betlehem, führ uns zum Kind!

2. Stern über Betlehem, nun bleibst du stehn / und lässt uns alle das Wunder hier sehn, / das da geschehen, was niemand gedacht, / Stern über Betlehem, in dieser Nacht.

3. Stern über Betlehem, wir sind am Ziel, / denn dieser arme Stall birgt doch so viel. / Du hast uns hergeführt, wir danken dir. / Stern über Betlehem, wir bleiben hier.

4. Stern über Betlehem, kehrn wir zurück, / steht noch dein heller Schein in unserm Blick, / und was uns froh gemacht, teilen wir aus. / Stern über Betlehem, schein auch zu Haus!

(Text und Musik: Alfred Hans Zoller 1963)

  • Wir betrachten die Engel:

Die Engel sind Boten Gottes und sie erzählen den Hirten von der Geburt Jesu in Betlehem. Die Engel singen und freuen sich über das neugeborene Kind und danken Gott für dieses Wunder.

Ich frage mich:

Kennst Du ein Baby, dass neu geboren wurde?

Worüber freust Du Dich heute Abend?

  • Wir begleiten den Hirten auf seinem Weg:

Dieser Hirte und die anderen Hirten haben genau zugehört, was die Engel gesagt haben und machten sich in der Nacht auf den Weg, um den Ort zu suchen, wo das Kind geboren wurde. Sie nahmen ihre Tiere mit und was sie sonst hatten.

 

Ich frage mich:

Was nimmt man mit, wenn man an einen Ort geht,

wo man noch nicht war?

Was wartet auf die Hirten in Betlehem?

  • Wir warten mit dem Hirten an der Krippe:

Irgendwann hat der Hirten mit seinen Freunden den Stall gefunden und sie müssen erst einmal schauen, was es da zu entdecken gibt. Warum liegt das Kind nicht in einem Bett, sondern in der Futterstelle der Esel im Stall?

 

Ich frage mich:

Was fällt mir auf, wenn ich sehe, wo Jesus geboren wurde?

  • Wir sehen das Baby in seinem Krippenbett:

Nun sieht man das Kind und die Hirten fangen an zu überlegen, was so besonders an diesem Kind ist. Schließlich haben ihnen die Engel gesagt, dass sie noch in dieser Nacht hingehen sollen, um das Kind zu sehen.

 

Ich frage mich:

Wie ist das, wenn etwas ganz Besonderes passiert?

Ob ich das sehen kann, wenn Gott zu mir kommt?

  • Wir beten:

Danke Gott, dass Jesus geboren wurde.

Danke, dass ihm Maria und Josef geholfen haben und auf ihn aufpassten. Danke, dass auch wir diese Geschichte kennen, weil die Hirten es allen Leuten später weitererzählt haben. Schenke uns ein fröhliches Weihnachtsfest und schenke uns Deinen Frieden. Amen.

  • Wir singen:

1. O du fröhliche, o du selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit! Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!

2. O du fröhliche, o du selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu versöhnen: Freue, freue dich, o Christenheit!

3. O du fröhliche, o du selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit! Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit.

Musik: Sizilianisches Marienlied vor 1788 // Text: Johannes Daniel Falk, Heinrich Holzschuher (1816 / 1827)

 

Anmerkung:

Die offenen Fragen am Ende des Textes zu den Stationen dürfen miteinander besprochen werden. Alle Antworten werden beachtet und mit einander wertgeschätzt. Die Kinder dürfen am Ende des Nachdenkens die Figuren in die Hand nehmen und stellen die Figuren dann wieder an ihren Platz.

 

Alternativ kann man in Abschnitten auch die jeweiligen Sätze aus der Weihnachtsgeschichte nach Lukas lesen: Engel – V. 8-11 // wandernde Hirten – V.15 // An der Krippe – V.12+16 // Kind – V.17-20.

 

Entwurf: Günter Loos ° Mauerstraße 30b ° 32791 Lage (2021)

 

                      Eine Andacht zum 4. Advent für Zuhause                           

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.
  • Ich erinnere mich an die Bedeutung des 4. Advents im Jahreskreis

    und lese den Wochenvers:

Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter, die wie Maria ein Kind erwarten, Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.

 

Der Herr ist nah! Die Nachricht kann man nicht für sich behalten. Wie Sarah, der in ihrem Alter ein Sohn verheißen wird und Maria, die Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt, können auch wir uns anstecken lassen von der Freude über das göttliche Ja zu uns – und darin gütiger und schöner werden.1

 

Wochenvers:

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe! (Phillipper 4,4.5b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag:

1. Es kommt ein Schiff, geladen / bis an sein' höchsten Bord, / trägt Gottes Sohn voll Gnaden, / des Vaters ewigs Wort.

2. Das Schiff geht still im Triebe, / es trägt ein teure Last; / das Segel ist die Liebe, / der Heilig Geist der Mast.

3. Der Anker haft' auf Erden, / da ist das Schiff am Land. / Das Wort will Fleisch uns werden, / der Sohn ist uns gesandt.

4. Zu Betlehem geboren / im Stall ein Kindelein, / gibt sich für uns verloren: / Gelobet muss es sein.

5. Und wer dies Kind mit Freuden / umfangen, küssen will, / muss vorher mit ihm leiden / groß Pein und Marter viel,

6. danach mit ihm auch sterben / und geistlich auferstehn, / das ewig Leben erben, / wie an ihm ist geschehn.

T: Straßburg um 1450 (Johannes Tauler?) / Daniel Sudermann 1626 // M: Köln 1608

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes;

denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.

Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.

Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.

Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht

bei denen, die ihn fürchten.

Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.

Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen.

Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.

Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf,

wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.

Lukas 1,46-55

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung. Dieser darf auch laut gesungen werden:

Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren.

Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren. Hosianna in der Höhe.

T: Psalm 118,26 und Matthäus 21,9 // M: Gerhard Trubel 1967

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Lukas 1, 38-56:

38 Nicht lange danach machte sich Maria auf den Weg ins Bergland von Juda. So schnell sie konnte, ging sie in die Stadt, 40 in der Zacharias wohnte. Sie betrat sein Haus und begrüßte Elisabeth.

41 Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth mit dem Heiligen Geist erfüllt 42 und rief laut: »Du bist die gesegnetste aller Frauen, und gesegnet ist das Kind in deinem Leib! 43 Doch wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

44 In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 45 Glücklich bist du zu preisen, weil du geglaubt hast; denn was der Herr dir sagen ließ, wird sich erfüllen.«

46 Da sagte Maria: »Von ganzem Herzen preise ich den Herrn, 47 und mein Geist jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter. 48 Denn er hat mich, seine Dienerin, gnädig angesehen, eine geringe und unbedeutende Frau. Ja, man wird mich glücklich preisen – jetzt und in allen kommenden Generationen.

49 Er, der Mächtige, hat Großes an mir getan. Sein Name ist heilig, 50 und von Generation zu Generation gilt sein Erbarmen denen, die sich ihm unterstellen.

51 Mit starkem Arm hat er seine Macht bewiesen; er hat die in alle Winde zerstreut, deren Gesinnung stolz und hochmütig ist.

52 Er hat die Mächtigen vom Thron gestürzt und die Geringen emporgehoben. 53 Den Hungrigen hat er ´die Hände` mit Gutem gefüllt, und die Reichen hat er mit leeren Händen fortgeschickt.

54 Er hat sich seines Dieners, des Volkes Israel, angenommen, weil er sich an das erinnerte, was er unseren Vorfahren zugesagt hatte:

55 dass er nie aufhören werde, Abraham und seinen Nachkommen Erbarmen zu erweisen.«

56 Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabeth und kehrte dann nach Hause zurück.

(nach: Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

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                  Eine Andacht zum 3. Advent für Zuhause                           

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich erinnere mich an die Bedeutung dieses Sonntags im Jahreskreis und lese den Wochenvers:

Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, es zeigt sich, was in den Herzen verborgen ist. Nichts soll seinem Kommen entgegenstehen: weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung. Ihm den Weg zu bereiten heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten, einander anzunehmen und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.1

 

Wochenvers:

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig. (Jesaja 40, 3.10)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag:

1. Ihren Erlöser erwartet alle Welt, / hofft, dass Gott selber das reife Feld bestellt. / Alle Welt ruft nach Freiheit und nach Gerechtigkeit / und kämpft um die Wahrheit. Wer endigt diesen Streit?

2. Schon die Propheten verhießen Israel: / „Die JungfrauMutter schenkt euch Immanuel.“ / „Gottmituns“ wird er heißen und unser Bruder sein. / Mit ihm kehrt die Hoffnung auf unsrer Erde ein.

3. Baut ihm durch Berge und Täler eine Bahn, / Straßen und Wege legt gleichfalls für ihn an. / Denn schon bald wird er da sein; gekommen ist die Zeit. / Drum öffnet die Türen und macht die Tore weit!

4. In einem Stalle kommt er als Mensch zur Welt. / Gott ist es, der sich an unsre Seite stellt. / Er kommt selbst zu uns Menschen, will unser Bruder sein, / bringt Frieden und Freiheit in unsre Welt hinein.

T.u.M.: Alberto Viñas Taulè (Spanien) 1972 // Dt: Hartmut Handt 2000

  • Ich lese den Wochenpsalm

HERR, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande und hast erlöst die Gefangenen Jakobs;

der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und all ihre Sünde bedeckt hast; der du vormals hast all deinen Zorn fahren lassen und dich abgewandt von der Glut deines Zorns:

Hilf uns, Gott, unser Heiland, und lass ab von deiner Ungnade über uns!

Willst du denn ewiglich über uns zürnen und deinen Zorn walten lassen für und für? Willst du uns denn nicht wieder erquicken, dass dein Volk sich über dich freuen kann?

HERR, zeige uns deine Gnade und gib uns dein Heil! (aus Psalm 85, 2-8)

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung.

Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren.

Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren. Hosianna in der Höhe.

T: Psalm 118,26 und Matthäus 21,9 // M: Gerhard Trubel 1967

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Korinther 4, 1-5:

1Dafür soll man uns halten: für Diener von Christus und Verwalter von Gottes Geheimnissen. 2Nun verlangt man ja von Verwaltern, dass sie zuverlässig sind. 3Aber mir ist es völlig gleichgültig, ob ihr oder ein menschliches Gericht mich beurteilt. Ja, ich beurteile mich nicht einmal selbst. 4Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst. Aber deswegen gelte ich noch nicht als gerecht. Nur der Herr kann über mich urteilen. 5Urteilt also nicht schon jetzt. Wartet, bis der Herr kommt! Er wird alles ans Licht bringen, was im Dunkeln verborgen liegt, und die geheimsten Absichten enthüllen. Dann wird jeder von Gott gelobt werden, wie er es verdient. (Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

                      Eine Andacht zum 2. Advent für Zuhause                           

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich erinnere mich an die Bedeutung dieses Sonntags im Jahreskreis und lese den Wochenvers:

Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch! Richtet euch auf, denn Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Auch wenn es nicht so scheint: Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Wie der Frühling auf den harten Winter folgt und die Ernte auf die Saat, so wird der Sehnsucht nach Gott sein Kommen folgen. Darum: Kopf hoch, damit ihr ihn kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein. Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen. 1

Wochenvers:

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lukas 21,28)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag:

1. O Heiland, reiß die Himmel auf, / herab, herab vom Himmel lauf. / Reiß ab vom Himmel Tor und Tür, / reiß ab, wo Schloss und Riegel für.

2. O Gott, ein' Tau vom Himmel gieß, / im Tau herab, o Heiland, fließ. / Ihr Wolken, brecht und regnet aus / den König über Jakobs Haus.

5. O klare Sonn, du schöner Stern, / dich wollten wir anschauen gern. / O Sonn, geh auf! Ohn deinen Schein / in Finsternis wir alle sein.

7. Da wollen wir all danken dir, / unserm Erlöser, für und für. / Da wollen wir all loben dich / zu aller Zeit und ewiglich.

T: Friedrich Spee 1622 (Str.1- 6); bei David Gregor Corner 1631 (Str. 7) // M: Köln 1638 / Augsburg 1666

  • Ich lese den Wochenpsalm

Singet dem Herrn ein neues Lied; singet dem Herrn, alle Welt!

Singet dem Herrn und lobet seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil!

Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern!

Ihr Völker, bringet dar dem Herrn, bringet dar dem Herrn Ehre und Macht!

Bringet dar dem Herrn die Ehre seines Namens, bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!

Betet an den Herrn in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt!

Sagt unter den Heiden: Der Herr ist König. Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt.

Er richtet die Völker recht.

Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich, das Meer brause und was darinnen ist;

das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; es sollen jauchzen alle Bäume im Walde vor dem Herrn; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.

Psalm 96,1-3.7-13

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung. Dieser darf auch laut gesungen werden:

Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren.

Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren. Hosianna in der Höhe.

T: Psalm 118,26 und Matthäus 21,9 // M: Gerhard Trubel 1967

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jesjaja 63, 15- 64,3:

15Schau doch vom Himmel herab, wo du in Heiligkeit und Pracht wohnst! Wo sind deine brennende Liebe und deine Macht? Dein großes Mitgefühl und deine Barmherzigkeit –wir merken nichts davon. 16Du bist doch unser Vater! Abraham weiß nichts von uns und Israel kennt uns nicht. Du, Herr, bist unser Vater, »unser Befreier« – das ist von jeher dein Name. 17Warum lässt du uns in die Irre gehen, sodass wir deinen Weg verlassen, Herr? Warum machst du unser Herz so hart, dass wir keine Ehrfurcht mehr vor dir haben? Wende dich uns wieder zu! (Basisbibel 2021)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

(Vorschlag für ein Segenswort:)

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

                          Eine Andacht zum 1. Advent für Zuhause                      

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich erinnere mich an die Bedeutung dieses Sonntags im Jahreskreis und lese den Wochenvers:

Mit dem 1. Advent beginnt das neue Kirchenjahr. Advent, das heißt Ankunft: die Adventszeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft Jesu in dieser Welt, eine Zeit der Vorfreude und der gespannten Erwartung: „Macht hoch, die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit!“

 

Wochenvers:

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sacharja 9, 9b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag:

1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; / es kommt der Herr der Herrlichkeit, / ein König aller Königreich, / ein Heiland aller Welt zugleich, / der Heil und Leben mit sich bringt; / der halben jauchzt, mit Freuden singt: / Gelobet sei mein Gott, / mein Schöpfer reich von Rat!

2. Er ist gerecht, ein Helfer wert; / Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, / sein Königskron ist Heiligkeit, / sein Zepter ist Barmherzigkeit; / all unsre Not zum End er bringt, / derhalben jauchzt, mit Freuden singt: / Gelobet sei mein Gott, / mein Heiland groß von Tat!

3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, / so diesen König bei sich hat. / Wohl allen Herzen insgemein, / da dieser König ziehet ein. / Er ist die rechte Freudensonn, / bringt mit sich lauter Freud und Wonn. / Gelobet sei mein Gott, / mein Tröster früh und spat!

T. u. M.: Georg Weissel 1623

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.

Denn er hat ihn über den Meeren gegründet und über den Wassern bereitet.

Wer darf auf des Herrn Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?

Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lug und Trug und nicht falsche Eide schwört:

der wird den Segen vom Herrn empfangen

und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles.

Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt,

das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs.

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!

Wer ist der König der Ehre?

Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr, mächtig im Streit.

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!

Wer ist der König der Ehre? Es ist der Herr Zebaoth; er ist der König der Ehre.

Psalm 24,1-10

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung. Dieser darf auch laut gesungen werden:

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: / Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, / auf dich vertrau ich und fürcht´ mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989 (GB Nr.361)

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Sacharja 9, 9-10

9 Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin. 10 Denn ich will die Wagen vernichten in Ephraim und die Rosse in Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.

(Luther 2017)

 

Anmerkungen zum Text:

Ein König kommt in die Stadt, der den Krieg beendet und Frieden stiftet. Wir brauchen eine Übersetzung, die wir in demokratischen Regierungsformen heute leben, wer für uns dieser König sein kann. Dem König gebührte in alten Zeiten der Respekt der Untertanen und die unbedingte Treue. Dafür durfte man vom König Schutz und Hilfe bei Angriff, Terror oder Unterdrückung erwarten. Der König hatte die Macht, die gute Ordnung für alle in seinem Reich herzustellen.

Dieses Bild des guten Königs wird vom Propheten Sacharja auf Gott übertragen und in der neutestamentlichen Gemeinde später auf Christus. Nicht Gewalt und Willkür prägen diesen himmlischen Herrscher, sondern Gerechtigkeit, Hilfe und Demut. Christus kommt auf dem Esel reitend in die Stadt Jerusalem und schenkt denen, die sich in ihrer Armut nur einen Esel leisten konnten, seine besondere Aufmerksamkeit.

Im Advent erwarten wir, dass Christus denen neu Frieden bringt und ihnen hilft, die in dieser Welt an der Gewalt zu zerbrechen drohen.

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

 

Segenswort:

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

 

 

                Eine Andacht zum Ewigkeitssonntag für Zuhause                   

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Ewigkeitssonntags im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt – in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft. Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht – auch gegen das Leid und den Tod – gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.1

 

Wochenvers:

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen." (Lk 12,35)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 668):

1. „Wachet auf“, ruft uns die Stimme / der Wächter sehr hoch auf der Zinne, / „wach auf, du Stadt Jerusalem! / Mitternacht heißt diese Stunde“; / sie rufen uns mit hellem Munde: / „Wo seid ihr klugen Jungfrauen? / Wohlauf, der Bräut'gam kommt, / steht auf, die Lampen nehmt! / Halleluja! / Macht euch bereit zu der Hochzeit, / ihr müsset ihm entgegen gehn.“

2. Zion hört die Wächter singen, / das Herz tut ihr vor Freude springen, / sie wachet und steht eilend auf. / Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, / von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, / ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. / Nun komm, du werte Kron´, / Herr Jesu, Gottes Sohn. / Hosianna! / Wir folgen all zum Freudensaal / und halten mit das Abendmahl.

3. Gloria sei dir gesungen / mit Menschen– und mit Engelzungen, / mit Harfen und mit Zimbeln schön. / Von zwölf Perlen sind die Tore / an deiner Stadt; wir stehn im Chore / der Engel hoch um deinen Thron. / Kein Aug hat je gespürt, / kein Ohr hat mehr gehört / solche Freude. / Des jauchzen wir und singen dir / das Halleluja für und für.

T. und M.: Philipp Nicolai 1597/98

  • Ich lese den Wochenpsalm

Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.

Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein.

Dann wird man sagen unter den Heiden: Der Herr hat Großes an ihnen getan!

Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich.

Herr, bringe zurück unsre Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst im Südland.

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.

Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen

und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Psalm 126, 1-6.

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

aus Jesaja 65:

17 Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. 18 Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude, 19 und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. 20 Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. 21 Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. 22 Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen. 23 Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen. 24 Und es soll geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören. 25 Wolf und Lamm sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR. Text nach Luther 2017

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

(Vorschlag für ein Segenswort:)

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

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           Eine Andacht zum Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres            

                                             für Zuhause     

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Vorletzten Sonntags kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Die Bibel spricht die vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein. Aber es ist kein gnadenloser Richter, den wir erwarten: Hiob, der sich von Gott gestraft fühlt und sich doch nach seiner Gnade und Zuwendung sehnt, das Gleichnis von der Witwe, die den Richter bestürmt und letztlich Recht erlangt – sie zeigen: Gott richtet nicht nach menschlichen Maßstäben – er ist barmherzig. Deswegen steht auch uns kein letztes Urteil zu. Der Blick Gottes, so vermittelt der vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, kann eine Erlösung sein. Denn er bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Von dieser Erwartung her können Christen heute schon ihr Leben barmherziger gestalten.1

 

Wochenvers:

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

(2.Korinther 5, 10a)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 129):

1. |: Du hast gesagt: „Ich bin der Weg.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir und will dir folgen. / Du bist der rechte Weg.

2. |: Du hast gesagt: „Ich bin die Wahrheit.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, um zu erkennen: / Du, Herr, bist selbst die Wahrheit.

3. |: Du hast gesagt: „Ich bin das Leben.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir mit meiner Schuld. / Du bist das neue Leben.

4. |: Du hast gesagt: „Ich bin das Brot.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir um satt zu werden. / Du bist das wahre Brot.

5. |: Du hast gesagt: „Ich bin die Tür.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, du lässt mich ein. / Du bist die Tür zur Freude.

6. |: Du hast gesagt: „Ich bin der Hirte.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, du wirst mich führen. / Du bist der gute Hirte.

T: Bodo Hoppe 1967 // M: Bodo Hoppe

  • Ich lese den Wochenpsalm

Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.

Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.

Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressendes Feuer geht vor ihm her und um ihn her ein gewaltiges Wetter.

Er ruft Himmel und Erde zu, dass er sein Volk richten wolle:

»Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir schlossen beim Opfer.«

Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter.

»Höre, mein Volk, lass mich reden; / Israel, ich will wider dich zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott. Nicht deiner Opfer wegen klage ich dich an – sind doch deine Brandopfer immer vor mir. «

» Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde, 15 und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.«

Psalm 50, 1-6.14

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

2. Korinther 5, 1-10

1 Denn wir wissen: Wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.

2 Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden, 3 weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden.

4 Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. 5 Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat. 6 So sind wir denn allezeit getrost und wissen: Solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; 7 denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. 8 Wir sind aber getrost und begehren sehr, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn.

9 Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, dass wir ihm wohlgefallen. 10 Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeder empfange nach dem, was er getan hat im Leib, es sei gut oder böse.

Text nach Luther 2017

 

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

(Vorschlag für ein Segenswort:)

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

 

  • Ich lösche die Kerze.

 

            Eine Andacht zum 22. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause        

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung 22. Sonntag nach Trinitatis im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Aufrechnen und Anklage, Zank und Rechthaberei, all das gibt es auch unter Christen.

Habt ihr das denn nötig?“ fragt der 22. Sonntag nach Trinitatis. Euch ist so viel geschenkt, wie könnt ihr noch so kleinlich sein? Ihr habt Vergebung erfahren, wie könnt ihr dann so unversöhnlich leben? Auch wenn uns gesagt ist, was gut und richtig ist: noch werden wir immer wieder Streit schlichten und einander vergeben müssen. Noch werden wir immer wieder rückfällig werden und uns selbst dafür hassen. Doch Gott sieht uns jetzt schon so, wie wir einst sein werden: Gut und gerecht vor ihm. Vielleicht gelingt es uns ja schon heute, ab und zu so zu leben.1

 

Wochenvers:

Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. (Psalm 130,4)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 572):

1. Wo ein Mensch Vertrauen gibt, / nicht nur an sich selber denkt, |: fällt ein Tropfen von dem Regen, / der aus Wüsten Gärten macht. :|

2. Wo ein Mensch den andern sieht, / nicht nur sich und seine Welt, |: fällt ein Tropfen von dem Regen, / der aus Wüsten Gärten macht. :|

3. Wo ein Mensch sich selbst verschenkt / und den alten Weg verlässt, |: fällt ein Tropfen von dem Regen, / der aus Wüsten Gärten macht. :|

T: Hans-Jürgen Netz 1975

M: Fritz Baltruweit 1977

  • Ich lese den Wochenpsalm

Herr, erhöre mein Gebet, / vernimm mein Flehen um deiner Treue willen,

erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen,

2und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.

3Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden,

er legt mich ins Finstere wie die, die lange schon tot sind.

4Und mein Geist ist in mir geängstet, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe.

5Ich gedenke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände.

6Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land.

7Herr, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg dein Antlitz nicht vor mir,

dass ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.

8Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich.

Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.

9Errette mich, Herr, von meinen Feinden; zu dir nehme ich meine Zuflucht.

Psalm 143, 1-9

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jesaja 44, 21-23

21Gedenke daran, Jakob, und du, Israel, denn du bist mein Knecht. Ich habe dich bereitet, dass du mein Knecht seist. Israel, ich vergesse dich nicht! 22 Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich! 23Jauchzet, ihr Himmel, denn der Herr hat’s getan! Jubelt, ihr Tiefen der Erde! Ihr Berge, frohlocket mit Jauchzen, der Wald und alle Bäume darin! Denn der Herr hat Jakob erlöst, an Israel verherrlicht er sich. (Luther 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

(Vorschlag für ein Segenswort:)

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

      Eine Andacht zum 21. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause             

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung 21. Sonntag nach Trinitatis im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?

Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden. Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe? Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde oder man sich freundlich trennen würde, wie Abraham und Lot? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.1

 

Wochenvers:

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten. (Römer 12,21)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 2):

1. Großer Gott, wir loben dich; / Herr, wir preisen deine Stärke. / Vor dir neigt die Erde sich / und bewundert deine Werke. / Wie du warst vor aller Zeit, / so bleibst du in Ewigkeit.

2. Alles, was dich preisen kann, / Kerubim und Serafinen, / stimmen dir ein Loblied an, / alle Engel, die dir dienen, / rufen dir stets ohne Ruh / „Heilig, heilig, heilig!“ zu.

3. Heilig, Herr Gott Zebaot! / Heilig, Herr der Himmelsheere! / Starker Helfer in der Not! / Himmel, Erde, Luft und Meere / sind erfüllt von deinem Ruhm; / alles ist dein Eigentum.

11. Herr, erbarm, erbarme dich! / Lass uns deine Güte schauen; / deine Treue zeige sich, / wie wir fest auf dich vertrauen. / Auf dich hoffen wir allein: / Lass uns nicht verloren sein!

T: (Nach "Te Deum laudamus" 4. Jh.) Ignaz Franz 1768 / AÖL 1973/1978 // M: Wien um 1776 / Leipzig 1819

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.

Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen.

Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht.

Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold, sie sind süßer als Honig und Honigseim.

Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen; und wer sie hält, der hat großen Lohn.

Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!

Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben von großer Missetat.

Psalm 19, 8-14

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Matthäus 10, 34-39

34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. 36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.

38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.

39 Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

(Vorschlag für ein Segenswort:)

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

            Eine Andacht zum Erntedankfest für Zuhause                              

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung 20. Sonntag nach Trinitatis im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis entgegen und zeigt Wege zum guten Leben auf: die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Vor allen Ordnungen steht jedoch Gottes Treue, sein Bund mit den Menschen und seine Liebe, die stark ist wie der Tod. Wer nach Gott in seinem täglichen Leben fragt und nach dem, was den Menschen dient, der wird Regeln nie sklavisch anwenden, sondern im christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.1

 

Wochenvers:

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6,8)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 90):

1. Meinem Gott gehört die Welt, / meinem Gott das Himmelszelt, / ihm gehört der Raum, die Zeit, / sein ist auch die Ewigkeit.

2. Und sein Eigen bin auch ich. / Gottes Hände halten mich / gleich dem Sternlein in der Bahn; / keins fällt je aus Gottes Plan.

3. Wo ich bin, hält Gott die Wacht, / führt und schirmt mich Tag und Nacht; / über Bitten und Verstehn / muss sein Wille mir geschehn.

4. Täglich gibt er mir das Brot, / täglich hilft er in der Not, / täglich schenkt er seine Huld / und vergibt mir meine Schuld.

5. Lieber Gott, du bist so groß, / und ich lieg in deinem Schoß / wie im Mutterschoß ein Kind; / Liebe deckt und birgt mich lind.

6. Leb ich, Gott, bist du bei mir, / sterb ich, bleib ich auch bei dir, / und im Leben und im Tod / bin dich dein, du lieber Gott!

T: Arno Pötzsch 1934/1949 // M: Christian Lahusen 1948

  • Ich lese den Wochenpsalm

Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des Herrn wandeln!

Wohl denen, die sich an seine Mahnungen halten, die ihn von ganzem Herzen suchen,

die auf seinen Wegen wandeln und kein Unrecht tun.

Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden.

Ich danke dir mit aufrichtigem Herzen, dass du mich lehrst die Ordnungen deiner Gerechtigkeit.

Deine Gebote will ich halten; verlass mich nimmermehr!

Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.

Zeige mir, Herr, den Weg deiner Gebote, dass ich sie bewahre bis ans Ende.

Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.

Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tröstest du mich?

Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre,so wäre ich vergangen in meinem Elend.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.

Stärke mich, dass ich gerettet werde, so will ich stets Freude haben an deinen Geboten.

Psalm 119,1-3.6-8.18.33.81-82.92.105.116-117

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Prediger Salomo, 12, 1-7

1 Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre nahen, da du wirst sagen: »Sie gefallen mir nicht«; 2 ehe die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne finster werden und die Wolken wiederkommen nach dem Regen, – 3 zur Zeit, wenn die Hüter des Hauses zittern und die Starken sich krümmen und müßig stehen die Müllerinnen, weil es so wenige geworden sind, wenn finster werden, die durch die Fenster sehen, 4 wenn die Türen an der Gasse sich schließen, dass die Stimme der Mühle leise wird und sie sich hebt, wie wenn ein Vogel singt, und alle Töchter des Gesanges sich neigen; 5 wenn man vor Höhen sich fürchtet und sich ängstigt auf dem Wege, wenn der Mandelbaum blüht und die Heuschrecke sich belädt und die Kaper aufbricht; denn der Mensch fährt dahin, wo er ewig bleibt, und die Klageleute gehen umher auf der Gasse; 6 ehe der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerbricht und der Eimer zerschellt an der Quelle und das Rad zerbrochen in den Brunnen fällt. 7Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat. 8 Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, ganz eitel.

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

(Vorschlag für ein Segenswort:)

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

          Eine Andacht zum 19. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause        

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben. „Willst du gesund werden?“ Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen – wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?1

 

Wochenvers:

Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. (Jeremia 17,14)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 73):

1. Ich singe dir mit Herz und Mund, / Herr, meines Herzens Lust; / ich sing und mach auf Erden kund, / was mir von dir bewusst.

2. Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad / und ewge Quelle bist, / daraus uns allen früh und spat / viel Heil und Gutes fließt.

3. Was sind wir doch? Was haben wir / auf dieser ganzen Erd, / das uns, o Vater, nicht von dir / allein gegeben werd? …

10. Wohlauf, mein Herze, sing und spring / und habe guten Mut! / Dein Gott, der Ursprung aller Ding, / ist selbst und bleibt dein Gut.

11. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, / dein Glanz und Freudenlicht, / dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, / schafft Rat und lässt dich nicht.

12. Was kränkst du dich in deinem Sinn / und grämst dich Tag und Nacht? / Nimm deine Sorg und wirf sie hin / auf den, der dich gemacht.

13. Hat er dich nicht von Jugend auf / versorget und ernährt? / Wie manches schweren Unglücks Lauf / hat er zum Heil gekehrt!

14. Er hat noch niemals was versehn / in seinem Regiment. / Nein, was er tut und lässt geschehn, / das nimmt ein gutes End.

15. Ei nun, so lass ihn ferner tun / und red ihm nicht darein, / so wirst du hier im Frieden ruhn / und ewig fröhlich sein.

T: Paul Gerhardt 1653/1666 // M: Loys Bourgeois 1551 / Johann Crüger 1653

  • Ich lese den Wochenpsalm

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist!

Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet,

in dessen Geist kein Trug ist!

Denn als ich es wollte verschweigen,

verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen.

Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir, dass mein Saft vertrocknete,

wie es im Sommer dürre wird.

Darum bekannte ich dir meine Sünde, und meine Schuld verhehlte ich nicht.

Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen.

Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.

Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,

dass ich errettet gar fröhlich rühmen kann.

Freuet euch des Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jauchzet, alle ihr Frommen.

Psalm 32,1-5.7.11

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Aus Jesaja 38:

14 … Meine Augen sehen verlangend nach oben: Herr, ich leide Not, tritt für mich ein! 15 Was soll ich reden und was ihm sagen? Er hat's getan! Entflohen ist all mein Schlaf bei solcher Betrübnis meiner Seele. 16 Herr, davon lebt man, und allein darin liegt meines Lebens Kraft: Das lässt mich genesen und am Leben bleiben. 17 Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück. .. 20 Der HERR hat mir geholfen, darum wollen wir singen und spielen, solange wir leben, im Hause des HERRN! (Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

(Vorschlag für ein Segenswort:)

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen. (Nach: lona-Community)

 

  • Ich lösche die Kerze.

 

         Eine Andacht zum 17. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause         

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 17. Sonntag nach Trinitatis im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Viele Männer und Frauen haben im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten. Sie haben Hilfsprojekte gestartet, Widerstand geleistet oder anderen Mut gemacht. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt. So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine „Ungläubige“ überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Eine Fremde ahnt die Größe Gottes und nimmt Israels Kundschafter auf. Glaube kann Menschen verändern. Dabei macht es wenig Unterschied, welcher Herkunft sie sind – allein der Glaube zählt. „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Mann noch Frau; denn Ihr seid allesamt einer in Christus“, sagt Paulus. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“, bittet der Vater Jesus – und wird erhört.1

 

Wochenvers:

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Johannes 5, 4c)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 300):

1. Ich glaube an Gott, den einen: / ein Künstler, der Leben malt. / Mit Worten und bunten Farben / taucht er es in ewiges Licht.

2. Ich glaube an Gott, den einen: / ein Gotteskind, Menschensohn. / Mit Liebe und Wahrheit weckt er / die Ewigkeit in meinem Geist.

3. Ich glaube an Gott, den einen: / geheimnisvoll starker Geist / und Atem des neuen Lebens / schon jetzt und in Ewigkeit.

T: Tomas Boström (Schweden) 1992 ("Jag tror på en Gud, en enda") Dt: Hartmut Handt 1996 // M: Tomas Boström

  • Ich lese den Wochenpsalm

1 Von David. Ich danke dir von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich dir lobsingen.

2 Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel hin und deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast dein Wort herrlich gemacht um deines Namens willen.

3 Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.

4 Es danken dir, HERR, alle Könige auf Erden, dass sie hören das Wort deines Mundes;

5 sie singen von den Wegen des HERRN, dass die Herrlichkeit des HERRN so groß ist.

6 Denn der HERR ist hoch und sieht auf den Niedrigen und kennt den Stolzen von ferne.

7 Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickst du mich und reckst deine Hand gegen den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten.

8 Der HERR wird's vollenden um meinetwillen. / HERR, deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.

( Psalm 138)

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Römer 10, 11-15

11 So steht es ja in den Heiligen Schriften: »Wer ihm glaubt und auf ihn vertraut, wird nicht zugrunde gehen.« 12 Das gilt ohne Unterschied für Juden und Nichtjuden. Sie alle haben ein und denselben Herrn: Jesus Christus. Aus seinem Reichtum schenkt er allen, die sich zu ihm als ihrem Herrn bekennen, ewiges Leben. 13 Es heißt ja auch: »Alle, die sich zum Herrn bekennen und seinen Namen anrufen, werden gerettet.« 14 Sie können sich aber nur zu ihm bekennen, wenn sie vorher zum Glauben gekommen sind. Und sie können nur zum Glauben kommen, wenn sie die Botschaft gehört haben. Die Botschaft aber können sie nur hören, wenn sie ihnen verkündet worden ist.15 Und sie kann ihnen nur verkündet werden, wenn Boten mit der Botschaft ausgesandt worden sind. Aber genau das ist geschehen! Es ist eingetroffen, was vorausgesagt war: »Welche Freude ist es, wenn die Boten kommen und die Gute Nachricht bringen!«

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

In meinem Herzen und meinem Haus sei der Segen von Gott.

In meinem Kommen und Gehen sei der Frieden von Gott.

In meinem Leben und Glauben sei die Liebe von Gott.

An meinem Ende und Anfang mögen mich die Arme Gottes umfangen

und mich nach Hause bringen.

Amen.

 

Nach: lona-Community, aus Beatrice Abel u. a.:

in: Sinfonia Oecumenica. Feiern mit den Kirchen der Welt, 2. Auflage, Gütersloh 1999

  • Ich lösche die Kerze.

 

          Eine Andacht zum 16. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause           

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 16. Sonntag nach Trinitatis im kirchlichen Jahreskreis bewusst.

Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden oder ihm begegnen – durch Christus verliert der Tod seine Macht. Das geschah schon zu Jesu Lebzeiten, als er Menschen dem Tod abrang. Durch Jesu Sterben und Auferstehen ist der Tod endgültig besiegt. Was die Psalmen besangen wird in Jesus für Christen Wirklichkeit: „Du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen!“ Aus dieser Hoffnung erwächst ein „Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“, der alle Furcht vertreiben will. Gottes Güte ist mächtiger als der Tod – sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dazu ermutigt dieser Sonntag.1

 

Wochenvers:

Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Timotheus 1, 10b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 595):

(Refrain.)

Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn. / Dein Reich komme, Herr, / dein Reich komme!

1. Dein Reich in Klarheit und Frieden, / Leben in Wahrheit und Recht. / Dein Reich komme, Herr, / dein Reich komme!/ Refrain

2. Dein Reich des Lichts und der Liebe / lebt und geschieht unter uns. / Dein Reich komme, Herr, / dein Reich komme!/ Refrain

3. Wege durch Leid und Entbehrung / führen zu dir in dein Reich. / Dein Reich komme, Herr, / dein Reich komme!/ Refrain

4. Dein Reich in Klarheit und Frieden, / Leben in Wahrheit und Recht. / Dein Reich komme, Herr, / dein Reich komme!/ Refrain

 

T: Maria Pilar Figuera López (Spanien) 1965 ("Anunciaremos tu reino, Señor") // Dt: Christoph Lehmann, Diethard Zils 1983 // M: Cristóbal Halffter (Spanien) 1965

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Die Gerechten aber freuen sich / und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen.

Singet Gott, lobsinget seinem Namen! / Macht Bahn dem, der auf den Wolken einherfährt; er heißt HERR. Freuet euch vor ihm!

Ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung,

ein Gott, der die Einsamen nach Hause bringt, / der die Gefangenen herausführt, dass es ihnen wohl gehe; aber die Abtrünnigen bleiben in dürrem Lande. …

Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela.

Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN, einen Herrn, der vom Tode errettet.

Ja, Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmettern, den Schädel derer, die da fortfahren in ihrer Sünde.

Man sieht, Gott, wie du einher ziehst, wie du, mein Gott und König, einher ziehst im Heiligtum.

Die Sänger gehen voran, danach die Spielleute inmitten der Mädchen, die da Pauken schlagen.

»Lobet Gott in den Versammlungen, den HERRN, ihr vom Brunnen Israels.« …(

(aus Psalm 68)

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Klagelieder 3, 22-26.31-32

22 Die Güte des HERRN ist's, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. …

31 Denn der Herr verstößt nicht ewig; 32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte.

(Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

         Eine Andacht zum 15. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause.   

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 15. Sonntag nach Trinitatis im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf. Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. „Sorgt euch doch nicht so viel“ – dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der den kinderlosen Abraham zum Stammvater eines großen Volkes machte, der wird sich auch weiter um uns kümmern – auch durch die Fürsorge anderer. Im Vertrauen darauf könnten wir das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!1

 

Wochenvers:

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr 5,7)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 367):

1. Wer nur den lieben Gott lässt walten / und hoffet auf ihn allezeit, / den wird er wunderbar erhalten / in aller Not und Traurigkeit. / Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, / der hat auf keinen Sand gebaut.

2. Was helfen uns die schweren Sorgen, / was hilft uns unser Weh und Ach? / Was hilft es, dass wir alle Morgen / beseufzen unser Ungemach? / Wir machen unser Kreuz und Leid / nur größer durch die Traurigkeit.

3. Man halte nur ein wenig stille / und sei doch in sich selbst vergnügt, / wie unsers Gottes Gnadenwille, / wie sein Allwissenheit es fügt; / Gott, der uns sich hat auserwählt, / der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.

4. Er kennt die rechten Freudenstunden, / er weiß wohl, wann es nützlich sei; / wenn er uns nur hat treu erfunden / und merket keine Heuchelei, / so kommt Gott, eh wir's uns versehn, / und lässet uns viel Guts geschehn.

5. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen / und ist dem Höchsten alles gleich: / den Reichen klein und arm zu machen, / den Armen aber groß und reich. / Gott ist der rechte Wundermann, / der bald erhöhn, bald stürzen kann.

6. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, / verricht das Deine nur getreu / und trau des Himmels reichem Segen, / so wird er bei dir werden neu. / Denn welcher seine Zuversicht / auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

T: Georg Neumark 1642 // M: Georg Neumark 1642

  • Ich lese den Wochenpsalm

1 Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.

2 Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

Psalm 127,1-2

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Lukas 17, 5-6

Von der Kraft des Glaubens

5 Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! 6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorsam sein.

(Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

 

         Eine Andacht zum 11. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause        

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 11. Sonntag nach Trinitatis im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ – auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche „Errungenschaften“ nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg noch mit meinem Glauben. Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf Jesus verlassen, denen wendet er sich zu. Er lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe darauf antworten. Auch Paulus bekennt: Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.1

Wochenvers:

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. (1.Petr. 5,5)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 14):

1. Danket dem Herrn! / Wir danken dem Herrn, / denn er ist freundlich / und seine Güte währet ewiglich, / sie währet ewiglich, / sie währet ewiglich.

2. Lobet den Herrn! / Ja, lobe den Herrn / auch meine Seele; / vergiss es nie, was er dir Guts getan, / was er dir Guts getan, / was er dir Guts getan.

3. Sein ist die Macht. / Allmächtig ist Gott; / sein Tun ist weise / und seine Huld ist jeden Morgen neu, / ist jeden Morgen neu, / ist jeden Morgen neu.

4. Groß ist der Herr; / ja, groß ist der Herr; / sein Nam ist heilig / und alle Welt ist seiner Ehre voll, / ist seiner Ehre voll, / ist seiner Ehre voll.

5. Betet ihn an! / Anbetung dem Herrn; / mit hoher Ehrfurcht / werd auch von uns sein Name stets genannt, / sein Name stets genannt, / sein Name stets genannt.

6. Singet dem Herrn! / Lobsinget dem Herrn / in frohen Chören, / denn er vernimmt auch unsern Lobgesang, / auch unsern Lobgesang, / auch unsern Lobgesang.

T: Karl Friedrich Wilhelm Herrosee vor 1810

M: Karl Friedrich Schulz 1810

  • Ich lese den Wochenpsalm

Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich.

Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.

Der Herr ist groß und sehr zu loben, und seine Größe ist unausforschlich.

Kindeskinder werden deine Werke preisen und deine gewaltigen Taten verkündigen.

Sie sollen reden von deiner hohen, Herrlichen Pracht und deinen Wundern nachsinnen;

sie sollen reden von deinen mächtigen Taten und erzählen von deiner Herrlichkeit;

sie sollen preisen deine große Güte und deine Gerechtigkeit rühmen.

Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.

Der Herr ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke.

Es sollen dir danken, Herr, alle deine Werke und deine Heiligen dich loben

und die Ehre deines Königtums rühmen und von deiner Macht reden,

dass den Menschen deine gewaltigen Taten kundwerden

und die herrliche Pracht deines Königtums.

Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für.

Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen.

Psalm 145,1-13a.18

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Epheser 2, 4-10

4 Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet –; 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, 7 damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. 8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. 10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

(Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

         Eine Andacht zum 10. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause           

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 10. Sonntag nach Trinitatis – Israelsonntag – im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Dieser Sonntag wird im Kreis des Kirchenjahres auch Israelsonntag genannt. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels. Doch während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. So kann der Israelsonntag auf zwei verschiedene Weisen begangen werden: Als Bußtag und Gedenktag der Zerstörung Jerusalems oder als Tag der Besinnung auf die Verbundenheit zwischen der Kirche und Israel. Denn vieles von dem, was Jesus gelehrt hat, ist nur aus dem Judentum zu verstehen: So die Frage nach dem höchsten Gebot oder die Bedeutung des Gesetzes. Das Volk Israel spielt eine herausragende Rolle in der Geschichte Gottes mit den Menschen. Und auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.1

 

Wochenvers:

Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!

(Psalm 33,12)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 30):

1. Nun danket Gott, erhebt und preiset / die Gnaden, die er euch erweiset, / und zeiget allen Völkern an / die Wunder, die der Herr getan. / O Volk des Herrn, sein Eigentum, / besinge deines Gottes Ruhm!

3. O Israel, Gott herrscht auf Erden. / Er will von dir verherrlicht werden; / er denket ewig seines Bunds / und der Verheißung seines Munds, / die er den Vätern kundgetan: / „Ich lass euch erben Kanaan“.

5. Gott zog des Tages vor dem Volke, / den Weg zu weisen, in der Wolke / und machte ihm die Nächte hell; / ließ springen aus dem Fels den Quell, / tat Wunder durch sein Machtgebot / und speiste sie mit Himmelsbrot.

6. Das tat der Herr, weil er gedachte / des Bunds, den er mit Abram machte. / Er führt' an seiner treuen Hand / sein Volk in das verheißne Land, / damit es diene seinem Gott / und dankbar halte sein Gebot.

7. O seht, wie Gott sein Volk regieret, / aus Angst und Not zur Ruhe führet. / Er hilft, damit man immerdar / sein Recht und sein Gesetz bewahr. / O wer ihn kennet, dient ihm gern. / Gelobet sei der Nam des Herrn!

T: (Nach Psalm 105) Johannes Stapfer 1775 (Str. 1.3.4.6); Matthias Jorissen 1793 (Str. 2.5.7) / Zürich 1952

M: Pierre Davantès 1562

  • Ich lese den Wochenpsalm

Ich freute mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Hause des HERRN!

Nun stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem.

Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme des HERRN, wie es geboten ist dem Volke Israel, zu preisen den Namen des HERRN.

Denn dort stehen Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David.

Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!

Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen!

Um meiner Geschwister und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen.

Um des Hauses des HERRN willen, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.

Psalm 122, 1-9

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

2. Mose 19, 1-6

1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, an diesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai. 2 Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai, und Israel lagerte sich dort in der Wüste gegenüber dem Berge. 3 Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: 4 Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht. 5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. 6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.

(Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

      Eine Andacht zum 9. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause        

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 9. Sonntag nach Trinitatis

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt.

Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein – wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, und der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft. Nur wer etwas riskiert, sich ganz auf das Wagnis mir Jesus Christus ausrichtet, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, der wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.1

 

Wochenvers:

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. (Lukas 12,48)

 

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 117):

1. Schönster Herr Jesu, / Herrscher aller Enden, / Gottes und Marien Sohn: / Dich will ich lieben, / dich will ich ehren, / du meiner Seele Freud und Kron.

2. Schön sind die Felder, / schöner sind die Wälder / in der schönen Frühlingszeit; / Jesus ist schöner, / Jesus ist reiner, / der unser traurig Herz erfreut.

3. Schön leucht' die Sonne, / schöner leucht' der Monde / und die Sternlein allzumal; / Jesus leucht' schöner, / Jesus leucht' reiner / als alle Engl im Himmelssaal.

4. Schön sind die Blumen, / schöner sind die Menschen / in der frischen Jugendzeit; / sie müssen sterben, / müssen verderben, / doch Jesus lebt in Ewigkeit.

5. Alle die Schönheit / Himmels und der Erden / ist verfasst in dir allein. / Nichts soll mir werden / lieber auf Erden / als du, der schönste Jesus mein.

T: Münster 1677 (Str. 1.3-5); bei Heinrich August Hoffmann von Fallersleben 1842 (Str. 2)

M: Schlesische Volksweise 19. Jh. / bei Heinrich August Hoffmann von Fallersleben 1842

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Gott, du bist mein Gott, den ich suche.

Es dürstet meine Seele nach dir,

mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land,

wo kein Wasser ist.

So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum,

wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.

Denn deine Güte ist besser als Leben;

meine Lippen preisen dich.

So will ich dich loben mein Leben lang

und meine Hände in deinem Namen aufheben.

Das ist meines Herzens Freude und Wonne,

wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;

wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich,

wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.

Denn du bist mein Helfer,

und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.

Meine Seele hängt an dir;

deine rechte Hand hält mich.

Psalm 63,2-9

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

 

Matthäus 7,24-27

24 »Darum gleicht jeder, der meine Worte hört und danach handelt, einem klugen Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baut. 25 Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wassermassen heran fluten und wenn der Sturm tobt und mit voller Wucht über das Haus hereinbricht, stürzt es nicht ein; es ist auf felsigen Grund gebaut. 26 Jeder aber, der meine Worte hört und nicht danach handelt, gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf sandigen Boden baut. 27 Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wasser-massen heran fluten und wenn der Sturm tobt und mit voller Wucht über das Haus hereinbricht, stürzt es ein und wird völlig zerstört.«

28 Als Jesus seine Rede beendet hatte, war die Menge von seiner Lehre tief beeindruckt,

29 denn er lehrte sie nicht wie ihre Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht.

(Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

          Eine Andacht zum 8. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause            

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 8. Sonntag nach Trinitatis

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung. So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Als reich Beschenkte werden sie ihren Besitz teilen – und wenn es noch so wenig ist. Von Gottes Licht berührt werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten.1

 

Wochenvers:

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit." (Epheser 5,8b.9)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 128):

1. Christus, das Licht der Welt: / welch ein Grund zur Freude! / In unser Dunkel kam er als ein Bruder. / Wer ihm begegnet, der sieht auch den Vater. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

2. Christus, das Heil der Welt: / welch ein Grund zur Freude! / Von uns verraten, starb er ganz verlassen. / Doch er vergab uns und wir sind die Seinen. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

3. Christus, der Herr der Welt: / welch ein Grund zur Freude! / Weil er uns lieb hat, lieben wir einander. / Er schenkt Gemeinschaft zwischen Gott und Menschen. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

4. Gebt alle Ehre Gott! / Hier ist Grund zur Freude. / Freut euch am Vater! Freuet euch am Sohne! / Freut euch im Geiste, denn wir sind gerettet. / Ehre sei Gott, dem Herrn!

T: Fred Pratt Green (England) 1968 ("Christ is the world's light")

Dt: Friedrich Karl Barth, Sabine Leonhardt, Otmar Schulz 1972

M: Paris 1681

  • Ich lese den Wochenpsalm

Groß ist der HERR und hoch zu rühmen in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge.

Wie wir's gehört haben, so sehen wir's an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes: Gott erhält sie ewiglich.

Gott, wir gedenken deiner Güte in deinem Tempel.

Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden. Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.

Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Juda seien fröhlich um deiner Rechte willen.

Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, zählt seine Türme;

habt gut acht auf seine Mauern, / durchwandert seine Paläste, dass ihr den Nachkommen davon erzählt:

Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist's, der uns führet.

Psalm 48,2.9-15

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Korinther 6, 9-14.19-20

9 Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder

10 noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. 11 Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

Der Leib als Tempel des Heiligen Geistes 12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich. 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichtemachen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.(…)

19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

(Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

            Eine Andacht zum 7. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause          

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 7. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt, davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet. Essen und Trinken, Feiern und Teilen sowie große Gastfreundschaft gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch.1

 

Wochenvers:

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Ephese 2, 19)

 

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 567):

1. Damit aus Fremden Freunde werden, / kommst du als Mensch in unsre Zeit. / Du gehst den Weg durch Leid und Armut, / damit die Botschaft uns erreicht.

2. Damit aus Fremden Freunde werden, / gehst du als Bruder durch das Land, / begegnest uns in allen Rassen / und machst die Menschlichkeit bekannt.

3. Damit aus Fremden Freunde werden, / lebst du die Liebe bis zum Tod. / Du zeigst den neuen Weg des Friedens; / das sei uns Auftrag und Gebot.

4. Damit aus Fremden Freunde werden, / schenkst du uns Lebensglück und Brot. / Du willst damit den Menschen helfen, / retten aus aller Hungersnot.

5. Damit aus Fremden Freunde werden, / vertraust du uns die Schöpfung an. / Du formst den Menschen dir zum Bilde, / mit dir er sie bewahren kann.

6. Damit aus Fremden Freunde werden, / gibst du uns deinen Heilgen Geist, / der, trotz der vielen Völker Grenzen, / den Weg zur Einigkeit uns weist.

T und M: Rolf Schweizer 1982

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

So sollen sagen, die erlöst sind durch den HERRN, die er aus der Not erlöst hat,

die er aus den Ländern zusammengebracht hat von Osten und Westen, von Norden und Süden.

Die irregingen in der Wüste, auf ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten, die hungrig und durstig waren und deren Seele verschmachtete,

die dann zum HERRN riefen in ihrer Not und er errettete sie aus ihren Ängsten

und führte sie den richtigen Weg, dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten:

Die sollen dem HERRN danken für seine Güte / und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,

dass er sättigt die durstige Seele und die Hungrigen füllt mit Gutem.

Psalm 107,1-9

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

 

1. Könige 17, 1-16

1 Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. 2 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 3 Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. 4 Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen. 5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. 6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach. 7 Und es geschah nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande.

8 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 9 Mach dich auf und geh nach Sarepta, das zu Sidon gehört, und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich versorge. 10 Und er machte sich auf und ging nach Sarepta. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke! 11 Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit! 12 Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Ich habe nichts Gebackenes, nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich habe ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will's mir und meinem Sohn zubereiten, dass wir essen – und sterben.

13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach's, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen. 14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden. 15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag. 16 Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Elia. (Lutherbibel 2017

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

         Eine Andacht zum 6. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause             

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 6. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe.

Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen, und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht: Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“1

 

Wochenvers:

So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43,1)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 518):

1. Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee, / und dass du atmest, kein Entschluss von dir. / Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee, / und dass du atmest, sein Geschenk an dich./ (Refrain:) Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, / keine Laune der Natur, / ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. / Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. / Du bist du, / das ist der Clou. / Ja der Clou, / ja, das bist du.

2. Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du / und niemand lächelt so, wie du's grad tust. / Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du / und niemand hat je, was du weißt, gewusst./ (Refrain: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls..)

3. Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt / und solche Augen hast alleine du. / Vergiss es nie: Du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld, / denn du kannst leben. Niemand lebt wie du./ (Refrain: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls..)

T und M: Paul Janz ("I got you") // Dt: Jürgen Werth

  • Ich lese den Wochenpsalm

Herr, du erforschest mich und kennest mich.

Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.

Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüsstest.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.

Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?

Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.

Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,

so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –,

so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.

Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin;

wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde,

als ich gebildet wurde unten in der Erde.

Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war,

und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß!

Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Am Ende bin ich noch immer bei dir.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.

Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Psalm 139,1-18.23-2

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Matthäus 28, 16-20

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

           Eine Andacht zum 5. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause          

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 5. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Kommt und seht!“ Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird, – sie alle sind ganz normale Menschen. Aber sie sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint. Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.1

 

Wochenvers:

Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. (Epheser 2,8)

 

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 448):

1. Gott ist bei uns und wir sind sein Eigen. / Alle Welt werde vor ihm still; / vor seiner Wahrheit soll sie sich neigen / und darauf hören, was er will.

2. Gott ist bei uns und wir sind sein Eigen. / Alle Welt werde vor ihm still; / seine Gerechtigkeit wird sich zeigen / um uns zu geben, was er will.

3. Gott ist bei uns und wir sind sein Eigen. / Alle Welt werde vor ihm still, / auch unsre Zwietracht soll vor ihm schweigen, / damit wir hören, was er will.

T: Gerhard Valentin 1963 // M: Rolf Schweizer 1965

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind.

Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.

Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, als ich sah, dass es den Gottlosen so gut ging.

Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das soll gelten auf Erden.

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,

du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.

Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.

Psalm 73,1-3.9.23-26.28

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.


1. Korinther 1, 18-25

18 Mit der Botschaft vom Kreuz ist es nämlich so: In den Augen derer, die verloren gehen, ist sie etwas völlig Unsinniges; für uns aber, die wir gerettet werden, ist sie der Inbegriff von Gottes Kraft. 19 Nicht umsonst heißt es in der Schrift: »Die Klugen werde ich an ihrer Klugheit scheitern lassen; die Weisheit derer, die als weise gelten, werde ich zunichte machen.«

20 Wie steht es denn mit ihnen, den Klugen, den Gebildeten, den Vordenkern unserer Welt? Hat Gott die Klugheit dieser Welt nicht als Torheit entlarvt? 21 Denn obwohl sich seine Weisheit in der ganzen Schöpfung zeigt, hat ihn die Welt mit ihrer Weisheit nicht erkannt. Deshalb hat er beschlossen, eine scheinbar unsinnige Botschaft verkünden zu lassen, um die zu retten, die daran glauben.

22 Die Juden wollen Wunder sehen, die Griechen fordern kluge Argumente.

23 Wir jedoch verkünden Christus, den gekreuzigten Messias. Für die Juden ist diese Botschaft eine Gotteslästerung und für die anderen Völker völliger Unsinn. 24 Für die hingegen, die Gott berufen hat, Juden wie Nichtjuden, erweist sich Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

25 Denn hinter dem scheinbar so widersinnigen Handeln Gottes steht eine Weisheit, die alle menschliche Weisheit übertrifft; Gottes vermeintliche Ohnmacht stellt alle menschliche Stärke in den Schatten. (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

       Eine Andacht  zum 4. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause              

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.
  • Ich mache mir die Bedeutung des 4. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Wir „wissen“ meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. „Vorsicht vor solchen Urteilen!“, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben – wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben, und David, der Saul, der ihn töten will, verschont. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“, sagt Paulus.1

 

Wochenvers:

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galater 6,2)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 557):

1. Wir wolln uns gerne wagen, / in unsern Tagen / der Ruhe abzusagen, / die's Tun vergisst. / Wir wolln nach Arbeit fragen, / wo welche ist, / nicht an dem Amt verzagen, / uns fröhlich plagen / und unsre Steine tragen / aufs Baugerüst.

2. Die Liebe wird uns leiten, / den Weg bereiten / und mit den Augen deuten / auf mancherlei: / ob's etwa Zeit zu streiten, / ob's Rasttag sei. / Sie wird in diesen Zeiten / uns zubereiten / für unsre Seligkeiten; / nur treu, nur treu!

3. Wir sind in ihm zufrieden; / was uns hienieden / als Last von ihm beschieden, / hat sein Gewicht; / doch ist das Joch für jeden / drauf eingericht'. / Drum mag der Leib ermüden: / Wir gehn im Frieden / von Jesus ungeschieden / und sterben nicht.

T: Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1733 (Str. 2+3); 1736 (Str. 1) // M: Gustav Pezold 1911

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst:

wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern. Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Am Tage sendet der Herr seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.

Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen?

Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget?

Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, wenn mich meine Feinde schmähen

und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Psalm 42,2-6.9-12

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Mose 50, 12-21


15 Die Brüder Josefs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Josef könnte uns gram sein und uns alle Bosheit vergelten, die wir an ihm getan haben. 16 Darum ließen sie ihm sagen: „Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach: 17 So sollt ihr zu Josef sagen: Vergib doch deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde, dass sie so übel an dir getan haben. Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters!“

Aber Josef weinte, als man ihm solches sagte. 18 Und seine Brüder gingen selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: „Siehe, wir sind deine Knechte.“

19 Josef aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt? 20 Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk. 21 So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen.“ Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen. (Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

           Eine Andacht zum 3. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause           

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.

 

  • Ich mache mir die Bedeutung des 3. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich – das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: das Schaf, das auf Abwege gerät, der Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält, die Menschen der Stadt Ninive. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wiedergefundenen Sohn. Und er verschont die Stadt, deren Untergang er beschlossen hat, weil sie ihre Taten bereut. Eindringlich klingt die Mahnung der Propheten: „Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.“1


Wochenvers:

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

(Lukas 19,10)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 586):

1. Wo Menschen sich vergessen, / die Wege verlassen / und neu beginnen, ganz neu,/

|: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns. :|

2. Wo Menschen sich verschenken, / die Liebe bedenken / und neu beginnen, ganz neu,/

|: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns. :|

3. Wo Menschen sich verbünden, / den Hass überwinden / und neu beginnen, ganz neu,/

|: Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns. :|

T: Thomas Laubach 1989 // M: Christoph Lehmann 1989

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,

der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.

Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.

So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.

Lobe den Herrn, meine Seele!

Psalm 103,1-4.8.10-13.22b

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Lukas 15, 1-10

1 Jesus war ständig umgeben von Zolleinnehmern und anderen Leuten, die als Sünder galten; sie wollten ihn alle hören. 2 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten waren darüber empört. »Dieser Mensch gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen!«, sagten sie. 3 Da erzählte ihnen Jesus folgendes Gleichnis:

4 »Angenommen, einer von euch hat hundert Schafe, und eins davon geht ihm verloren. Lässt er da nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern 6 und trägt es nach Hause. Dann ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir! Ich habe das Schaf wiedergefunden, das mir verloren gegangen war.‹

7 Ich sage euch: Genauso wird im Himmel mehr Freude sein über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.«

8 »Oder wie ist es, wenn eine Frau zehn Silbermünzen hat und eine davon verliert? Zündet sie da nicht eine Lampe an, kehrt das ganze Haus und sucht in allen Ecken, bis sie die Münze gefunden hat? 9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: ›Freut euch mit mir! Ich habe die Münze wiedergefunden, die ich verloren hatte.‹

10 Ich sage euch: Genauso freuen sich die Engel Gottes über einen einzigen Sünder, der umkehrt.« (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

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        Eine Andacht zum 2. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause              

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

    Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens. Amen.
  • Ich mache mir die Bedeutung des 2. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen in eine bunt gemischte, wachsende Gemeinschaft, in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht. Christentum ist kein exklusiver Club – Gott sei Dank! 1

 

Wochenvers:

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken." (Matthäus 11,28)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 409):

1. In Christus ist nicht Ost noch West, / in ihm nicht Süd noch Nord. / Er schenkt Gemeinschaft durch sein Mahl / und ruft uns durch sein Wort.

2. Woher wir stammen, fragt er nicht. / Er lädt zu Brot und Wein, / bringt alle uns an seinen Tisch, / lässt uns dort eines sein.

3. Ob fromm, ob Sünder gilt hier nicht, / auch nicht, ob Frau, ob Mann; / Gott stellt Versklavte Freien gleich, / nimmt sie als Erben an.

4. In Christus trifft sich Ost und West; / er eint auch Süd und Nord, / schafft selbst die gute, neue Welt / und spricht das letzte Wort.

T: John Oxenham (England) 1908 (Str. 1.2.4); Laurence Hull Stookey (USA) 1987 (Str. 3) ("In Christ there is no East or West") // Dt: Hartmut Handt 1986 (Str. 1+2); Jörg Herrmann 2001 (Str. 3); Samuel Rothenberg 1971 (Str. 4)

M: London 1708 (William Croft?)

  • Ich lese den Wochenpsalm

Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie die große Tiefe.

Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!

Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,

und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Breite deine Güte über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen.

Psalm 36,6-11

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Korintherbrief 14, 1-12

1 Das soll also euer Ziel sein: ein Leben, das von der Liebe bestimmt wird. Bemüht euch aber auch um die Fähigkeiten, die uns durch Gottes Geist gegeben werden, und wenn ich das sage, denke ich vor allem an die Gabe des prophetischen Redens. 2 Wenn jemand in einer von Gott eingegebenen Sprache redet, richten sich seine Worte nicht an Menschen, sondern an Gott. Keiner versteht ihn; was er – durch Gottes Geist gewirkt – ausspricht, bleibt ein Geheimnis.

3 Wenn jemand hingegen eine prophetische Botschaft verkündet, richten sich seine Worte an die Menschen; was er sagt, bringt ihnen Hilfe, Ermutigung und Trost. 4 Wer in einer von Gott eingegebenen Sprache redet, bringt damit sich selbst im Glauben weiter; wer prophetisch redet, dient der ganzen Gemeinde. 5 Ich wünschte, ihr alle könntet in Sprachen reden, die von Gott eingegeben sind; aber noch lieber wäre es mir, ihr alle hättet die Gabe, prophetisch zu reden. Denn wer prophetisch redet, ist von größerem Nutzen für die Gemeinde als der, der in einer von Gott eingegebenen Sprache redet, es sei denn, dieser gibt das Gesagte anschließend mit verständlichen Worten wieder; dann ist auch sein Beitrag eine Hilfe für die Gemeinde.

6 Stellt euch vor, Geschwister, ich würde bei meinem nächsten Besuch ´nur` in Sprachen zu euch reden, die von Gott eingegeben sind! Was hättet ihr davon? Nützen wird euch mein Kommen erst dann etwas, wenn ich mit verständlichen Worten zu euch spreche – zum Beispiel, indem ich eine Offenbarung, eine Erkenntnis, eine prophetische Botschaft oder eine Lehre weitergebe.

7 Denkt zum Vergleich an ein Musikinstrument, eine Flöte etwa oder eine Harfe. Wenn die Töne, die damit hervorgebracht werden, sich nicht deutlich voneinander unterscheiden, wie soll man dann erkennen, was auf der Flöte oder der Harfe gespielt wird? 8 Oder – um ein anderes Beispiel zu nennen – : Wenn vor einer Schlacht die Trompete nicht ein klares Signal gibt, wer wird sich dann zum Kampf bereitmachen? 9 Genauso ist es nun auch, wenn ihr in einer von Gott eingegebenen Sprache redet, statt verständliche Worte zu gebrauchen. Wie soll man da wissen, was ihr sagt? Eure Worte verhallen im Wind. 10 Es gibt in der Welt eine Vielzahl verschiedener Sprachen, und jede ist dazu da, dass Menschen sich verständigen können. 11 Wenn ich allerdings die Sprache, in der jemand mit mir redet, nicht verstehe, bleibe ich für ihn ein Fremder, und er bleibt es für mich. 12 Was folgt daraus im Hinblick auf euch? Ich weiß, wie eifrig ihr euch um die Gaben bemüht, die uns durch Gottes Geist gegeben werden. Aber dabei muss es euer Ziel sein, vor allem die Gaben zu bekommen, die eine Hilfe für die ganze Gemeinde sind.

(Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

        Eine Andacht zum 1. Sonntag nach Trinitatis für Zuhause               

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des 1. Sonntag nach Trinitatis

    im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält und nach Gottes Willen fragt. Wer dem aufmerksam folgt – und vor Schwierigkeiten nicht flieht wie Jona –, der geht den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.1

 

Wochenvers:

Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lukas 10,16a)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 335):

1. Freue dich und glaube fest, / dass der Herr dich nie verlässt, / wenn du ganz sein Eigen. / Lass die Sorgen, lass die Not! / Alles sieht vor dir schon Gott; / er wird Hilfe zeigen.

2. Bleib nicht bei den Zweifeln stehn! / Gott will mit dir weitergehn, / wird dich sicher führen. / Sieh, die Arbeit steht bereit, / jetzt noch ist die rechte Zeit. / Willst du sie verlieren?

3. Wer zurückschaut, wer viel fragt, / wird bald mutlos und verzagt, / bleibt am Wege liegen. / Leg dich nur in Gottes Hand, / er gibt Freude, Mut, Verstand; / mit ihm wirst du siegen.

T: Jever 1957 // M: Herbert Beuerle 1957

  • Ich lese den Wochenpsalm

Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass es die Elenden hören und sich freuen.

Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

Als einer im Elend rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten.

Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

Psalm 34,2-9

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jona 1

1 Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais: 2 Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen. 3 Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weit weg vom HERRN. 4 Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen. 5 Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrien, ein jeder zu seinem Gott, und warfen die Ladung, die im Schiff war, ins Meer, dass es leichter würde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief. 6 Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schläfst du? Steh auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht wird dieser Gott an uns gedenken, dass wir nicht verderben. 7 Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um wessentwillen es uns so übel geht. Und als sie losten, traf's Jona. 8 Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, um wessentwillen es uns so übel geht? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du? 9 Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat. 10 Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Was hast du da getan? Denn sie wussten, dass er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt. 11 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass das Meer stille werde und von uns ablasse? Denn das Meer ging immer ungestümer. 12 Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich weiß, dass um meinetwillen dies große Ungewitter über euch gekommen ist. 13 Doch die Leute ruderten, dass sie wieder ans Land kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer ging immer ungestümer gegen sie an. 14 Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, tust, wie dir's gefällt. 15 Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten. 16 Und die Leute fürchteten den HERRN sehr und brachten dem HERRN Opfer dar und taten Gelübde. (Luther 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

 

                    Eine Andacht zu Trinitatis für Zuhause                                  

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung vom Sonntag Trinitatis

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes – einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn kommt er allen Menschen zum Heil. Schließlich bezieht Gott in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit. 1

 

Wochenvers:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. (2. Kor 13,13)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 25):

1. Dir, Gott, sei die Ehre und dir, Gott, die Macht / heute und für immer. Amen, amen.

2. Dir, Gott, sei die Herrschaft und dir, Gott, der Ruhm / heute und für immer. Amen, amen.

3. Du bist meine Zuflucht, dich bete ich an, / Liebe ohne Ende. Amen, amen.

4. Ehre in der Höhe und in aller Welt / heute und für immer. Amen, amen.

T: Aus Lateinamerika // Dt: Hartmut Handt 1997 // S: Carlton R. Young 1996

  • Ich lese den Wochenpsalm

Halleluja! Lobet, ihr Knechte des Herrn, lobet den Namen des Herrn!

Gelobt sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit!

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn!

Der Herr ist hoch über alle Völker; seine Herrlichkeit reicht, so weit der Himmel ist.

Wer ist wie der Herr, unser Gott, im Himmel und auf Erden?

Der oben thront in der Höhe, der herniederschaut in die Tiefe,

der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Schmutz,

dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes;

der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt, dass sie eine fröhliche Kindermutter wird.

Halleluja!

Psalm 113,1-9

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 23):

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. / Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

 

Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je raconterai toutes tes merveilles, / Je chanterai ton nom. / Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, / Je ferai de toi le sujet de ma joie. / Alléluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 / Dt: Gitta Leuschner 1980 /

M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976 / S: Alain Bergèse (Frankreich) 1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Johannes 3, 1-13

1 Einer der führenden Männer des jüdischen Volkes, ein Pharisäer namens Nikodemus,

2 suchte Jesus einmal bei Nacht auf. »Rabbi«, sagte er zu ihm, »wir wissen, dass du ein Lehrer bist, den Gott gesandt hat. Denn niemand kann solche Wunder tun wie du, wenn Gott nicht mit ihm ist.«

3 Jesus entgegnete: »Ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.« –

4 »Wie kann ein Mensch, wenn er alt geworden ist, noch einmal geboren werden?«, wandte Nikodemus ein. »Er kann doch nicht in den Leib seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal auf die Welt kommen!«

5 Jesus erwiderte: »Ich sage dir eins: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht ins Reich Gottes hineinkommen.

6 Natürliches Leben bringt natürliches Leben hervor; geistliches Leben wird aus dem Geist geboren. 7 Darum sei nicht erstaunt, wenn ich dir sage: Ihr müsst von neuem geboren werden.

8 Der Wind weht, wo er will. Du hörst zwar sein Rauschen, aber woher er kommt und wohin er geht, weißt du nicht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.«

9 »Aber wie kann das geschehen?«, fragte Nikodemus.

10 »Du als Lehrer Israels weißt das nicht?«, entgegnete Jesus.

11 »Ich will dir etwas sagen: Wir reden von Dingen, die wir kennen; das, was wir bezeugen, haben wir gesehen. Wir bezeugen es, aber ihr nehmt es nicht an. 12 Und da ihr mir nicht einmal glaubt, wenn ich über die irdischen Dinge zu euch rede, wie werdet ihr mir dann glauben können, wenn ich über die himmlischen Dinge zu euch rede? 13 Es ist noch nie jemand in den Himmel hinaufgestiegen; der Einzige, der dort war, ist der, der aus dem Himmel herabgekommen ist – der Menschensohn. …« (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

 

 

                   Eine Andacht zu Pfingsten für Zuhause                                  

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung von Pfingsten

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren.

Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit. Ein Geist, der aus dem Tod ins Leben ruft.1

 

Wochenvers:

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. (Sacharja 4,6b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 253):

1. O komm, du Geist der Wahrheit, / und kehre bei uns ein, / verbreite Licht und Klarheit, / verbanne Trug und Schein! / Gieß aus dein heilig Feuer, / rühr Herz und Lippen an, / dass jeglicher getreuer / den Herrn bekennen kann.

2. O du, den unser größter / Regent uns zugesagt: / Komm zu uns, werter Tröster, / und mach uns unverzagt! / Gib uns in dieser schlaffen / und glaubensarmen Zeit / die scharf geschliffnen Waffen / der ersten Christenheit!

3. Unglaub und Torheit brüsten / sich frecher jetzt als je; / darum musst du uns rüsten / mit Waffen aus der Höh. / Du musst uns Kraft verleihen, / Geduld und Glaubenstreu, / und musst uns ganz befreien / von aller Menschenscheu.

4. Es gilt ein frei Geständnis / in dieser unsrer Zeit, / ein offenes Bekenntnis / bei allem Widerstreit, / trotz aller Feinde Toben, / trotz allem Heidentum / zu preisen und zu loben / das Evangelium.

5. Du Heilger Geist, bereite / ein Pfingstfest nah und fern; / mit deiner Kraft begleite / das Zeugnis von dem Herrn! / O öffne du die Herzen / der Welt und uns den Mund, / dass wir in Freud und Schmerzen / das Heil ihr machen kund.

T: Karl Johann Philipp Spitta 1827 // M: 15. Jh. / geistlich Böhmische Brüder 1544 / Johann Crüger 1662 / Berlin 1932

  • Ich lese den Wochenpsalm

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Der Herr ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Die Rechte des Herrn ist erhöht; die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen.

Der Herr züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis.

Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.

Das ist das Tor des Herrn; die Gerechten werden dort einziehen.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.

Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.

Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

O Herr, hilf! O Herr, lass wohlgelingen!

Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seid.

Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!

Du bist mein Gott und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Psalm 118,1.14-29

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 259):

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes, des Heiligen Geistes empfangen / und werdet meine Zeugen sein, / und werdet meine Zeugen sein, / meine Zeugen, meine Zeugen sein.“

T: Apostelgeschichte 1,8 / M: Paul Ernst Ruppel 1963 / S: Paul Ernst Ruppel 1963/1976

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

1. Mose 11, 1-9: Der Turmbau zu Babel

 

1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. 2 Als sie nun von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. 3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel 4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde. 5 Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. 6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. 7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! 8 So zerstreute sie der HERR von dort über die ganze Erde, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen. 9 Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Welt Sprache und sie von dort zerstreut hat über die ganze Erde. (Lutherbibel 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

               Eine Andacht zum Sonntag Rogate für Zuhause                        

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Rogate

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Der Sonntag Rogate ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: das stürmische und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, die Bitte um Vergebung, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Wer in seinem Namen bittet, so verspricht Jesus, der stößt bei Gott nicht auf taube Ohren. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen Gebete umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.1

 

Wochenvers:

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

(Psalm 66,20)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 342):

1. Gott, ich suche dich, / darum bitte ich jetzt: / Vater, halte mich fest und bleibe immer bei mir!

2. Mir verheißt dein Wort: / Du verlässt niemals die, / die dich suchen und bitten: „Bleibe immer bei mir!“

3. Du bleibst mir nicht fern, / wenn mein Herz nach dir sucht; / du versorgst mich mit Gutem und bleibst immer bei mir.

4. Gott, ich suche dich, / darum bitte ich jetzt: / Vater, halte mich fest und bleibe immer bei mir!

T: Anna-Mari Kaskinen (Finnland) 1987 ("Pidä minusta kiinni") // Dt: Jürgen Hauskeller 1988 (Str. 1+4); Wuppertal 1996 (Str. 2+3) // M: Jaakko Löytty (Finnland) 1988 / Horst Krüger 1995

  • Ich lese den Wochenpsalm

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,und der dich behütet, schläft nicht.

Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.

Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Psalm 121,1-8

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 361d):

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht´ mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jesus Sirach, 35, 16-22:

16 Gott ist nicht voreingenommen für die Reichen, und wenn einem Armen Unrecht geschehen ist, hört er auf sein Gebet. 17 Niemals überhört er den Hilferuf der Waisen oder die Klage einer Witwe. 18 Er sieht die Tränen, die über ihre Wangen laufen, 19 und hört ihren Schrei, ihre Anklage gegen den, der die Tränen verursacht hat. 20 Wer dem Herrn so dient, wie es vor ihm recht ist, wird angenommen und seine Bitten erreichen den Himmel. 21 Das Gebet der Armen, die nur noch von Gott etwas erwarten, durchdringt die Wolken. Es gibt sich erst zufrieden, wenn es sein Ziel erreicht hat. Es gibt keine Ruhe, bis Gott, der Höchste, eingreift 22 und den Seinen Recht verschafft. Der Herr lässt nicht auf sich warten. Er hat nicht lange Geduld mit den Verbrechern; für ihre Grausamkeit wird er ihnen die Knochen zerschmettern. (Gute Nachricht Bibel)

 

Anmerkungen zum Text:

Vor Gott sind alle Menschen gleich wichtig und wertvoll. Aber unter uns Menschen gibt es Armut, Unterdrückung, Benachteiligung. Das Gebet dieser Menschen ist Gott besonders wichtig und er greift ein, sendet Hilfe, um die Armut, Unterdrückung und Benachteiligung abzuwenden. (Pastor Frank Aichele)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

 

              Eine Andacht zum Sonntag Kantate für Zuhause

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Kantate

im kirchlichen Jahreskreis bewusst :

Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Geschöpfe Gottes, das besänftigende Harfenspiel und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt – sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Dort, wo sein Name so besungen wird, dort ist Gott ganz nah. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.1

 

.....  und lese den Wochenvers

            Wochenvers:

 

Singt dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. (Psalm 98,1)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 1):

1. Mein Mund besinge tausendfach / den Ruhm des Herrn der Welt, / der meiner Sünde Joch zerbrach, / sich gab zum Lösegeld.

2. O Gott, mein König und mein Herr, / hilf, dass dich preist mein Wort / und nichts als deines Namens Ehr / sucht stets an jedem Ort.

3. Dein Name, Jesus, heilt den Schmerz, / macht aus dem Leid ein Lied, / dringt Sündern wie Musik ins Herz, / ist Leben, Heil und Fried.

4. Er bricht ins Reich der Sünde ein, / setzt die Gefangnen frei, / sein Blut macht uns von Sünden rein, / die Knechtschaft ist vorbei.

5. Er spricht; und neues Leben schenkt / er dem, der an ihn glaubt. / Es jubelt, wen die Welt gekränkt, / der Arme hebt sein Haupt.

6. Ihr Tauben, hört ihn! Stumme, singt! / Ihr seid zum Lob befreit. / Seht, Blinde, den, der Heil euch bringt! / Ihr Lahmen, springt vor Freud!

7. Dich lobt in alle Ewigkeit / im Himmel und auch hier / dein Volk mit Heilgen aller Zeit: / Ruhm, Ehre, Liebe dir!

T: Charles Wesley 1739 // Dt: Hartmut Handt 1987 (Str. 1-6); 2002 (Str. 7) // M: Carl Gotthelf Gläser vor 1829 / Lowell Mason 1839

  • Ich lese den Wochenpsalm

(Wenn Sie zu zweit die Andacht feiern, können die Verse jeweils abwechselnd gelesen werden):

 

1 Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.

Er schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.

2 Der HERR lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.

3 Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

4 Jauchzet dem HERRN, alle Welt, singet, rühmet und lobet!

5 Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Saitenspiel!

6 Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN, dem König!

7 Das Meer brause und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.

8 Die Ströme sollen in die Hände klatschen, und alle Berge seien fröhlich

9 vor dem HERRN; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker, wie es recht ist.

Psalm 98, 1-9

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 361d):

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Lukas 19, 37-40:

 

37 Als er das Wegstück erreichte, das vom Ölberg zur Stadt hinunterführt, brach die ganze Schar der Jünger in Freudenrufe aus; mit lauter Stimme priesen sie Gott für all die Wunder, die sie miterlebt hatten.

38 »›Gesegnet sei er, der König, der im Namen des Herrn kommt!‹« riefen sie. »Frieden bei dem, der im Himmel ist, Ehre dem, der droben in der Höhe wohnt!«

39 Einige Pharisäer aus der Menge erhoben Einspruch. »Meister«, sagten sie zu Jesus, »verbiete es deinen Jüngern, so zu reden!«

40 Doch Jesus gab ihnen zur Antwort: »Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien!« (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

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               Eine Andacht zum Sonntag Jubilate für Zuhause                    

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntag Jubilate

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, von dem schöpferischen Spiel der Weisheit vor Gott, aber auch von der Vorläufigkeit der Schöpfung. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.1

 

Wochenvers:

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur: das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korintherbrief 5,17)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 579):

1. Gott gab uns Atem, damit wir leben. / Er gab uns Augen, dass wir uns sehn. |: Gott hat uns diese Erde gegeben, / dass wir auf ihr die Zeit bestehn. :|

2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören. / Er gab uns Worte, dass wir verstehn. |: Gott will nicht diese Erde zerstören. / Er schuf sie gut, er schuf sie schön. :|

3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln. / Er gab uns Füße, dass wir fest stehn. |: Gott will mit uns die Erde verwandeln. / Wir können neu ins Leben gehn. :|

T: Eckart Bücken 1982 // M: Fritz Baltruweit 1982

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

1 Ein Lied. Jubelt Gott zu, alle Völker der Erde!

2 Singt zur Ehre seines Namens, rühmt ihn mit eurem Lobgesang!

3 Sagt zu Gott: »Wie überwältigend sind deine Taten! Deine Feinde müssen sich vor dir beugen, weil du so mächtig bist.

4 Alle Welt soll dich anbeten, alle sollen dir singen, dich mit ihren Liedern preisen!«

5 Kommt her und seht, was Gott getan hat! Sein Tun erfüllt die Menschen mit Furcht und Staunen: 6 Er machte das Meer zu trockenem Land, sodass wir zu Fuß hindurchgehen konnten. Darüber waren wir voll Freude!

7 Für immer regiert er mit gewaltiger Macht, er behält die Völker genau im Auge. Wer wagt es, ihm die Stirn zu bieten?

8 Ihr Völker, werft euch nieder vor unserem Gott, preist ihn mit lauter Stimme!

9 Er erhält uns am Leben und bewahrt uns vor dem Untergang.

Psalm 66, 1-9 (Gute Nachricht Bibel)

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 361d):

Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht: /

Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, /

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

T: (Nach Jesaja 12,2) Taizé 1989 (deutsch) // M: Jacques Berthier, Taizé (Frankreich)1989

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Apostelgeschichte 17, 22-34:

 

22 Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach:

Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. 23 Denn ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt.

24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was da rinnen ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. 25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. 26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, 27 dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.

28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.

29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.

30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. 32 Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören.

33 So ging Paulus weg aus ihrer Mitte. 34 Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen. (Luther 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

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Jahreslosung 2022 - Jesus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. | . Johannes 6, 37